holzkohle oder briketts

Holzkohle oder Briketts und Co?

In den letzten Jahren ist das Grillen in Deutschland vom reinen Freizeitvergnügen zu einer Art „Geheimwissenschaft“ geworden. Da werden die verschiedenen Bauarten von Grills bis zum Abwinken durchdiskutiert, Tipps und Tricks für das beste Grillergebnis unter der Hand weitergegeben und sogar Grillmeisterschaften ausgetragen.

Muss das wirklich alles so kompliziert sein?
Nun ja, es hängt immer vom persönlichen Anspruch ab. Wer nach einem ausgelassenen Sommertag lediglich ein paar Würstchen oder die günstigen Steaks vom Discounter auf den Tisch bringen will, der muss sich zuvor keine großen Gedanken um die Grillausrüstung und die Technik bzw. die Zubereitungsart für das Grillgut machen. Soll das Essen allerdings auch höhere Ansprüche erfüllen, kann es sich durchaus lohnen, über die Anschaffung eines hochwertigen Grills inklusive entsprechendem Zubehör nachzudenken.
Zu diesem Zubehör gehört übrigens auch das Brennmaterial. Die Rede ist also von Holzkohle, Briketts und Co. Auch hier streiten sich die Gelehrten teilweise wie die Kesselflicker. Die einen schwören auf die althergebrachte Holzkohle, andere verwenden lieber Briketts oder sogar naturbelassenes Brennholz. Wir haben uns einmal etwas näher angesehen, welche individuellen Vor- und Nachteile die verschiedenen Brennmaterialien mit sich bringen.

Brennholz

Für die meisten Zwecke ist Brennholz zum Grillen eine eher schlechte Lösung. Zwar ist die Hitzeentwicklung groß, die Brenndauer allerdings nur mittelmäßig. Außerdem besitzt Brennholz eine hohe Rauch- und Geruchsentwicklung. Soll das Grillgut direkt auf dem Rost gegrillt werden, muss das Brennholz zunächst so weit heruntergebrannt sein, bis sich ein Glugrillholz oder grillkohletbett bildet. Andernfalls verbrennt das Fleisch viel zu schnell und nimmt einen unangenehmen Rauchgeruch und Geschmack an. Außerdem bilden sich störende Rußflecken auf dem Fleisch. Ein anderes Thema ist die Verwendung von Brennholz im Smoker. Allerdings muss auch hier das Holz nach Möglichkeit zunächst separat verbrannt und anschließend nur die Glut in den Smoker gegeben werden.

Holzkohle

Der Klassiker als Brennmittel für das Grillen ist die Holzkohle. Sie besitzt eine relativ geringe Rauchentwicklung und erreicht trotzdem hohe Temperaturen. Außerdem glüht sie schnell an, so dass der Grill innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit ist. Hauptnachteil ist das schnelle Durchglühen von Holzkohle, so dass man bei längeren Grillfesten zwischendurch Brennmittel nachlegen muss. Bei besonders günstigen Angeboten finden sich in den Säcken oft sehr viele kleine Bruchstücke, was sich beispielsweise bei Verwendung eines Anzündkamins als schlecht erweisen kann, da die kleinen Stücke hier durch den Rost fallen. (zum Grillanzünder Vergleich)

Tipp: Inzwischen gibt es in vielen Fachgeschäften und Baumärkten Holzkohle in besserer Qualität als üblich zu kaufen. Diese wird oft als Restaurant-Holzkohle bzw. Steakhouse-Kohle bezeichnet. Hauptvorteil dieser „Edel-Kohle“ sind die größeren Stücke, mit denen das Anfeuern zwar etwas länger dauert, die jedoch für den Anzündkamin besser geeignet sind und auch wesentlich länger glühen. Die Restaurant-Holzkohle eignet sich auch ideal für den Einsatz im Smoker oder im Dutch Oven.

Holzkohle-Briketts

briketts sind richtig heissStatt aus verkohltem Holz werden Holzkohle-Briketts aus Kohlestaub hergestellt. Dieser wird mit Bindemitteln versehen und anschließend in die typische Form gepresst. Vorteil dabei ist die lange Brenndauer in Verbindung mit einer gleichmäßigen Hitzeentwicklung. Allerdings entwickeln Briketts insbesondere beim Anzünden relativ viel Rauch und es dauert wesentlich länger als bei Holzkohle, bis sie gebrauchsfertig durchgeglüht sind. Zum Anzünden von Holzkohle-Briketts sollten Sie unbedingt einen Kamin verwenden, ansonsten kann daraus eine lange und mühsame Prozedur werden. Beim Kauf von Holzkohle-Briketts sollten Sie auf eine gute Qualität achten, da die Bindemittel in billigen Briketts den Geschmack des Grillgutes verändern und für übermäßige Rauchentwicklung sorgen können.

Braunkohle-Briketts

Braunkohle-Briketts werden im Handel als besonders lang glühende Alternative zu den Holzkohle-Briketts angeboten. Allerdings ist das Anzünden dieser Briketts sehr schwierig und die Hitzeentwicklung ungleichmäßig. Sie entwickeln zu Beginn sehr wenige Hitze, um dann umso heißer zu werden. Zur Kontrolle des Grillgutes ist dies denkbar schlecht. Außerdem entwickeln Braunkohle-Briketts oftmals einen unangenehmen Geruch, der sich auf das Grillgut übertragen kann.

Kokos-Brikettsbriketts oder holzkohle

Kokos-Briketts werden aus einzelnen Kokosfasern hergestellt, die zunächst verkohlt und dann in die typische Brikettform gepresst werden. Sie eignen sich insbesondere für den Einsatz im Smoker oder dem Dutch Oven, da sie eine besonders lang anhaltende und gleichmäßige Hitze abgeben. Zudem sind sie fast geruchslos, so dass sie sich nicht auf den Geschmack des Grillgutes auswirken. Zum schnellen Grillen auf dem herkömmlichen Holzkohlegrill sind Kokos-Briketts dagegen weniger geeignet.

Fazit
Jedes Brennmaterial besitzt seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Daher ist es wichtig, dieses auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen. Wer eine große Runde zu versorgen hat oder den Smoker bzw. Dutch Oven benutzt, fährt mit Holzkohle-Briketts oder Kokos-Briketts am besten. Für das schnelle Grillen in kleiner Runde direkt auf dem Rost eignet sich dagegen die klassische Holzkohle sehr gut. Brennholz oder Braunkohle-Briketts sollten Sie Ihrer Gesundheit und dem Geschmack des Grillguts zuliebe besser nicht verwenden.

Grillthermometer Funk Test und Vergleich

Grillthermometer, die Gar- und/oder Kerntemperatur messen sind notwendig, wenn man Fleisch für 30 Euro und mehr in den Grill legt und dann auch noch den Deckel verschließt. Kugelgrills sind eine feine Sache, man erwartet den Besuch zum Grillabend und macht stressfrei Low & Slow bei niedrigen Temperaturen. Das Grillgut liegt da wo es hingehört, und man kann sich recht stressfrei daran machen, die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die meisten Kugelgrills, Grillstationen und Gartenküchen haben zwar ein Deckelthermometer, welches die Gartemperatur anzeigt, aber wie weit das Fleisch im Kern ist, kann man von außen nicht sehen. Wer zu oft den Deckel lupft, verliert notwendige Temperaturen und verlängert unnötig die Grillzeit. Aus diesem Grund haben wir Funk Grill-Thermometer getestet. Grillthermometer kann man wie folgt kategorisieren:

  • analoge Grillthermometer
  • digitale Kabel gebundenes Grillthermometer
  • digitale Funk Grillthermometer
  • digitale Infrarot Grillthermometer

Outdoorchef Bratenthermometer Gourmet Check

Outdoorchef GrillthermometerDas Model Gourmetcheck von Outdoorchef ist optisch mit nur einem Fühler ausgestattet. Die Mess-Spitze nimmt die Kern-Temperatur im Gargut, der verdickte Rand kurz vor der Fühler nimmt die Temperatur im Garraum (zweite Temperatur). Zu den Key-Features zählen unter anderem: große Ziffern, einstellbarer, akustischer Alarmton, Hitzebständigkeit bis 300 Grad, die Temperaturmessung ist in Fahrenheit und Grad möglich. Das Grillthemometer verfügt über einen Magneten zur Befestigung am Grill. Bei Amazon kommt es aktuell auf 4 Sterne bei 26 Kundenrezensionen. Mit einem Kaufpreis von 34 Euro ist es schon mal nicht schlecht. Amazon: Outdoorchef Bratenthermometer Gourmet Check

Santos audiodigital BBQ Thermometer Funk Grill Thermometer

Santos GrillthermometerEin sehr großes und übersichtliches und sogar auf Knopfruck beleuchtetes LC-Display sorgt für eine leichte Ablesbarkeit der Temperaturen. Einstellbar sind Grad Celsius und auch Fahrenheit. Mit der Quickwahl lassen sich acht verschiedene Fleischsorten einstellen und für jede Fleischsorte sind wiederum verschiedene Garstufen (rare, medium-rare, medium, well done) einstellbar. Während die Basis am Grill bleibt, kann man das Mobilteil mitnehmen (z.B. Gürtelclip), sich bis zu 100 Meter vom Grill entfernen und über das beleuchtete Display die Temperaturen ablesen. Das bezahlt man aber mit der doppelten Menge an Batterien oder Akkus im direkten Vergleich zum Outdoorchef, zudem kann das Santos nicht die Garraumtemperatur ermitteln, was ein weiteres Manko darstellt. Das Thermometer hat 8 Kundenmeinungen und kostet ca. 50 Euro. Amazon: Santos audiodigital BBQ Thermometer Funk Grill Thermometer

Weber Audiodigital-Thermometer Weber Style

Weber GrillthermometerBaugleich zum vorgenannten Santos, aber 20 Euro Aufschlag (Markenbekanntheit?). Warum das so ist? Weil es Personen gibt, die das zahlen. Zudem gibt es wie beim Santos absolut unnötige Voreinstellungen. Ich glaube, dass ich niemanden kenne, der seinen Burger mit dem Thermometer macht… Wer den Funktionsumfang haben möchte, greift zum absolut gleichwertigen Santos-Grill-Funkthermometer. Amazon: Weber Audiodigital-Thermometer Weber Style

Grandhall Sensor Thermometer

Grandhall GrillthermometerDas Grandhall kann recht zügig im Testfeld die Kerntemperatur bestimmen. Die Meßeinheit wird dafür ausgeklappt und ins Fleisch gepiekt. Zusätzlich können via Infrarot Oberflächentemperaturen gemessen werden. Beides nett, nur er für den hektischen Griller gedacht. Dafür werden die genauesten Messwerte ermittelt und die Messungen gehen in Sekunden von statten. Abzüge erhält das Grandhall, weil es nicht für Langzeitmessungen konzipiert ist. Amazon: Grandhall Doppel- Sensor BBQ Thermometer

iGrill

iGrill GrillthermometerDas iGrill Funk Thermometer ist etwas für Nerds. Schlappe 100 Euro, dafür bekommt man ein Grillthermometer, welches funktional mit dem Santos und dem Weber gleichauf liegt. Ok, die beiden sind bei weitem nicht so stylisch und die Displays können kein HD 🙂 4 AA Zellen sorgen für den notwendigen Strom der Basis. Diese nimmt dann via Bluethoot den Kontakt zum iPhone, iPad oder iPod auf und zeigt dort alle Werte an. Wobei „alle Werte“ auch Besonderheiten enthält. iGrill zeigt zum Beispiel an, wie lang das Stück Fleisch noch auf dem Grill bleiben soll, bis die gewünschte Temperatur erreicht ist. Amazon: iGrill

Maverick ET-732 Wireless Barbecue Thermometer

Maverick GrillthermometerDas Maverick ist mit bis zu 380 Grad auf jeden Fall der Temperatursieger. So viel kann keins der Geräte im Testfeld ab! Aber das Maverick ET-732 kann noch mehr, um als Testsieger aus dem Contest zu gehen. Alle bisher genannten Thermometer haben nur alarmiert, wenn die Temperatur über den eingestellten Wert lag, das beste Grillthermometer alarmiert aber auch, wenn es unter einen eingestellten Schwellenwert fällt. Der Alarm ist laut genug um auch Schlafende zu wecken. Somit ist das Maverick ET-732 Wireless Barbecue Thermometer das einzige im Testfeld, welches für Pulled Pork geeignet ist. Amazon: Maverick ET-732 Wireless Barbecue Thermometer mit Funk BBQ

Fazit aus dem Grillthermometer Test

Das Maverick ET-732 Wireless Barbecue Thermometer ist der klare Testsieger. Ein Funkthermometer, welches Gar- und Kerntemperatur messen kann, via Funk an die Station meldet und nicht nur Höchst- sondern auch bei eingestellten Niedersttemperaturen alarmiert. Das gute Stück kostet knapp 70 Euro und ist jeden Cent wert. Auf Platz 2 folgt das Outdoorchef Bratenthermometer Gourmet Check Zwar kabelgebunden aber Preis / Leistungssieger mit einem Invest von knapp 35 Euro. Santos und Weber sind weit abgeschlagen. 50 – 80 Euro für ein Thermometer was die Kerntemperatur von Burgerpaddys messen kann? Dafür immerhin mit Sprachausgabe. Braucht kein Mensch und gerade wieder Weber ist maßlos überteuert.

Ihr wollt mir wirklich sagen, dass einfache elektronische Schaltungen, produziert in Asien, so viel Geld kosten? Das glaube ich euch nicht. Schlimmer ist noch, dass nur ein Hersteller in der Lage ist, das fast perfekte Grill-Thermometer produzieren zu lassen. Wenn ihr wirkliche Innovationen habt, sind wir gerne bereit dafür wirklich viel Geld auszugeben. Aber die Temperaturmessung ist schon einige Jahre Standard in unserm Jahrtausend.

Und hier noch eine aktuelle Auswahl an funkgesteuerten Grillthermometern mit Preisangabe:

Wichtig: Update vom 15.06.2016

Eine noch aktuellere Version mit noch mehr getesteten Grillthermometern findet man hier: Grillthermometer Test

Schweinshaxe grillen – Rezept

Schweinshaxe grillen ist die richtige Entscheidung für das private Oktoberfest im Garten. Benötigt wird dafür eine Schweinshaxen bzw. Eisbein mit Knochen, das gute Stück sollte so um die 700 gr. auf die Waage bringen.
Als erstes einen großen Topf mit Wasser füllen und dort Pfefferkörner, Wacholderbeeren Lorbeerblätter und eine geviertelte Zwiebel zugeben. Den Sud einmal aufkochen und anschließend die Temperatur fallen lassen, so das das Wasser nicht mehr kocht. Schweinshaxe rein und 1,5 Stunden leicht vor dem Siedepunkt des Wassers ziehen lassen.
In der Zwischenzeit kann man den Grill für das indirekte Schweinshaxen grillen vorbereiten. Bitte denkt für die Mitte an ein Wasserbad, damit die Haxe nicht zu trocken wird. Stellt die Temperatur auf 200 Grad ein.
Die Schweinshaxe aus dem Wasserbad entnehmen. Rautenförmig leicht einschneiden, mit Kümmel und Salz einreiben. Die Schweinshaxe kommt auf den Grill und wird mit einem Grillthermometer versehen. Nach 1 – 1,5 Stunden sollte die Haxe eine Kerntemperatur von 80 – 85 Grad erreicht haben und fertig sein.

 

Grillthermometer, die Gar- und/oder Kerntemperatur messen sind notwendig, wenn man Fleisch für 30 Euro und mehr in den Grill legt und dann auch noch den Deckel verschließt. Kugelgrills sind eine feine Sache, man erwartet den Besuch zum Grillabend und macht stressfrei Low & Slow bei niedrigen Temperaturen. Das Grillgut liegt da wo es hingehört, und man kann sich recht stressfrei daran machen, die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die meisten Kugelgrills, Grillstationen und Gartenküchen haben zwar ein Deckelthermometer, welches die Gartemperatur anzeigt, aber wie weit das Fleisch im Kern ist, kann man von außen nicht sehen. Wer zu oft den Deckel lupft, verliert notwendige Temperaturen und verlängert unnötig die Grillzeit.

Mit einem Funk Grillthermometer hat man auch nicht den Stress, ständig zum Grill zu laufen und zu schauen, ob das Fleisch nun die gewünschte Kerntemperatur erreicht hat. Man kann gemütlich mit seinen Freunden und einem kalten Bier am Tisch sitzen und trotzdem das wertvolle Grillgut im Auge behalten. Na wenn das mal kein echter Luxus ist!

Dutch Oven – Rezepte – Teil 4

Dutch Oven Rezepte Teil 4

Mit dem Dutch Oven kochen – die besten Rezepte für den Dutch Oven. Vorne weg ein Tipp: Wenn mal alle 20 Minuten den Deckel des Dutch Ovens um ca. 45 Grad weiter dreht, dann hat man von oben keine Hot Spots und somit keine verbrannten Stellen. Den Topf selbst kann man auch ab und an weiter drehen, da aber unten in der Regel weniger Kohlen liegen, sollten Hot Spots kein Problem sein.

 

  • Der Grillsportverein bietet in seiner Rezeptdatenbank einige leckere Rezepte für den Dutch Oven an. So gibt es dort Rezepte für Kartoffelaufläufe, Schichtfleisch, Rippchen, und, und, und…
  • Auch das Magazin Fire & Food hat einige Rezepte für den Dutch Oven im Internet. Hier gibt es so leckere Sachen wie: Cowboy Bohnen, Fischsuppe, Geschmortes Wildschwein, Kartoffelbrot aus dem Dutch Oven, Kartoffel-Lauch-Walnuss-Gratin, Kartoffel-Wirsing-Eintopf, Krustenbraten, Lammcurry, Landbrot, Lasagne Naturale, Pfirsich Cobbler und weitere Leckere Rezepte für den Dutch Oven.
  • Auch zu empfehlen ist die Rezeptdatenbank der Webseite fire eaters bbq.net. Hier finden sich ebenfalls viele Rezepte für den Dutch Oven.
  • Günstige Dutch Oven gibt es hier:  Link

Temperatursteuerung am Dutch Oven:

Gusseisen hat die angenehme Eigenschaft die Hitze langsam aufzunehmen, zu speichern und gleichmäßig an das Kochgut abzugeben. Ein häufiger „Anfängerfehler“ ist es, zu ungeduldig zu sein und dann mehr Glut zu verwenden als es gut ist. Gusseisen braucht nun mal seine Zeit um auf Temperatur zu kommen. Dafür hält es anschließend die Hitze sehr lange und braucht nur noch ein wenig „nachgeheizt“ zu werden.

Wie viel Glut und Hitze man zum Gelingen der Speisen benötigt, hat man nach ein paar Benutzungen heraus. Um den Einstieg ein wenig zu erleichtern raten wir „Camp – Oven – Neulingen“ Holzkohlebriketts (Grillies…) zu verwenden. Das hat den Vorteil, dass die Resultate wiederholbar sind, da die Energieabgabe immer gleich ist. Für eine Temperatur von 180°C gilt folgende Faustformel:

Anzahl Grillies = Durchmesser des Topfes (in Zoll) x 2

Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung legen Sie bitte immer mehr Kohlen auf den Deckel als unter den Dutch Oven. Folgende Tabelle gibt Aufschluss über die zu verwendende Anzahl Grillies und deren Platzierung:

Temperatur

>>> 8″ <<<

>>>10″ <<<

>>> 12″ <<<

Boden

Deckel

Boden

Deckel

Boden

Deckel

160 °

4

8

6

10

8

12

170 °

5

9

7

11

9

13

180 °

6

10

8

12

10

14

190 °

7

11

9

13

11

15

200 °

8

12

10

14

12

16

weitere Linktipps zum Thema:
Excel Rezept / Mengenangaben Umrechnungstabelle für Dutch Oven
Eine Gebrauchsanweisung für den Dutch Oven

lecker kochen mit einem Dutch Oven

Es ist eben auch für Grillneulinge und Anfänger ganz einfach, mit einem Dutch Oven tolle Gerichte zu zaubern. Folgt man den hier genannten Tipps und Tricks, kann auch nicht viel schiefgehen. Aber mit einem Dutch Oven ist es genau das Gleich wie mit einem normalen Grill. Einfach mal ein paar Dinge ausprobieren und dann klappt das schon!

Weiter mit:
Dutch Oven – Geschichte – Teil 1
Dutch Oven – Kaufberatung – Teil 2
Dutch Oven – Pflege und Umgang – Teil 3
Dutch Oven – Rezepte und Tipps – Teil 4

Oder in den Grillshop

Temperatursteuerung am Kugelgrill

Die  Temperatursteuerung an einem Holzkohle Kugelgrill ist (k)eine Wissenschaft für sich. Das folgende Tutorial dient nicht nur für Weber Kugelgrills, sondern kann auch bei anderen, wie zum Beispiel dem Rösle Kugelgrill, dem Landmann Black Pearl oder dem Outdoorchef Easy Charcoal angewendet werden.

 

Für die Temperatursteuerung stehen einem vier entscheidende Dinge zur Verfügung.

  • Die Menge an Grillkohle
  • Die untere Lüftung
  • Die obere Lüftung
  • Der Ort an dem das Thermometer sitzt

Grundsätzlich macht es schon einen Unterschied ob man 10 oder 50 Stück Grillkohle in den Anzündkamin (AZK) legt und durchglühen lässt. Ist zu viel Kohle im Grill, bekommt man die Temperatur nicht auf den gewünschten Wert, da sie wegen der glühenden Masse immer durch die Decke geht. Also, mehrere Anzündkamine in unterschiedlichen Größen beschaffen oder weniger Kohle in den Anzündkamin.

Wenn ich zum Beispiel nur für mich eine Bratwurst machen will, fülle ich meine Kohle in einen Ikea Besteckhalter der auf den Namen „ORDNING“ hört und stelle ihn in den normalen Anzündkamin (AZK). So habe ich knapp 1/3 der Menge an Kohle entzündet die in meinen normalen AZK anzünden würde (zum Grillanzünder Vergleich). Weber gibt nicht umsonst seinen Kugelgrills einen Messlöffel für Kohle mit, das hat schon seinen Zweck. Wenn die Kohle vom AZK in den Kugelgrill kommt, lass die untere Lüftung und den Deckel auf. Die Kohle muss jetzt erst einmal 5 – 10 Minuten bei den neuen Umgebungsvariablen weiter glühen. Als letzten Tipp für die Kohle habe ich noch die Verteilung der Kohle im Kugelgrill, so werden entsprechende Temperaturzonen geschaffen.

Die perfekte Messstelle

Der nächste Punkt ist die Messstelle. Wo nimmt das Thermometer die Temperatur? Über der Glut oder in dem Bereich, in dem indirekt gegrillt wird? Über der Glut sind die Temperaturen deutlich höher als im indirekten Bereich. Der Unterschied kann bis zu 30° betragen! Das kann schnell mal 15 Minuten ausmachen. Wer es mir nicht glaubt, hält einfach mal den Fühler seines BBQ Thermometers durch die Lüftung.
Wichtig: Mache deinen Grill selten sauber, vor allem im Bereich der Asche. Die teils verkrustete Asche der Grillkohle hilft dabei, den Kugelgrill feinfühliger einzustellen. Einmal sauber muss der Bereich allerdings gemacht werden. Jetzt kommen die Markierungen, die dir helfen die Temperatur im Kugelgrill zu steuern.

Lüftung richtig einstellen

Stelle die Flügel deines Kugelgrills so ein, das sie gerade dicht machen. Dann an der Verstellvorrichtung mit einem Edding einen Strich machen. Öffne die untere Lüftung deines Kugelgrills auf 50% und mache eine weitere Markierung. Als nächsten und letzten Schritt öffnest du die unteren Lüftungsschieber so weit, das du gerade mal die 100% hast. Du siehst, der Weg, den der untere Schieber nehmen kann, ist locker 20 cm, doch nur 2 cm sind für die Temperatursteuerung deines Holzkohle Kugelgrills wirklich relevant. Mit diesen 2 cm steuerst du die die Zuluft, die die Kohle verbrennen kann. Je mehr Luft die Kohle bekommt, je mehr wird sie glühen. Ist zu viel Glut im Kugelgrill, reicht die Luft nicht unbedingt aus um die komplette Kohle am glühen zu halten. Generell sollte die Devise lauten, lass die unteren Lüfter komplett auf, gesteuert wird mit den oberen Lüftern deines Holzkohle Kugelgrills.

Der untere Lüftungsschieber des Kugelgrill ist komplett geöffnet, der Deckel ist drauf und der obere Lüfungsregeler des Kugelgrill ist ebenfalls komplett geöffnet. Das Ergebnis ist, die Kohlen glühen in einer Art Kamin mit max. Luft Zu- und Abfuhr. So bekommst du die höchsten Temperaturen und die Kohlen sind recht schnell durchgebrannt.

Machst du an der oberen Lüftung das Loch zu, so kann weniger Luft und somit weniger Sauerstoff durch die Grillkugel. Die Kohlen entwickeln weniger Glut und verfallen in den Bereich des „glimmens“. Glimmen bedeutet weniger Glut, weniger Hitze und somit wird der Grill regelbar. Das ist das Geheimnis des Kugelgrills mit Holzkohle 🙂

Fazit:

Als guten Tipp habe ich noch das folgende Buch von Weber: Weber’s Grillen mit Holzkohle (Themenkochbuch)
Wenn ihr mit dem Grillen fertig seid, beide Lüftungsschlitze auf machen bzw., den Deckel ablassen. Die Kohle brennt durch und ihr habt weniger Arbeit mit dem sauber machen.
Und noch einen Tipp habe ich. Auch wenn ich an einem Abend nicht grillen wollt, schnappt euch drölf Bier, 3 KG Grillkohle und testet das was ich beschrieben habe einmal aus. Da kein Fleisch auf dem Grill ist, werdet ihr nicht in Panik verfallen und könnt in Ruhe testen.