holzkohle oder briketts

Holzkohle oder Briketts und Co?

In den letzten Jahren ist das Grillen in Deutschland vom reinen Freizeitvergnügen zu einer Art „Geheimwissenschaft“ geworden. Da werden die verschiedenen Bauarten von Grills bis zum Abwinken durchdiskutiert, Tipps und Tricks für das beste Grillergebnis unter der Hand weitergegeben und sogar Grillmeisterschaften ausgetragen.

Muss das wirklich alles so kompliziert sein?
Nun ja, es hängt immer vom persönlichen Anspruch ab. Wer nach einem ausgelassenen Sommertag lediglich ein paar Würstchen oder die günstigen Steaks vom Discounter auf den Tisch bringen will, der muss sich zuvor keine großen Gedanken um die Grillausrüstung und die Technik bzw. die Zubereitungsart für das Grillgut machen. Soll das Essen allerdings auch höhere Ansprüche erfüllen, kann es sich durchaus lohnen, über die Anschaffung eines hochwertigen Grills inklusive entsprechendem Zubehör nachzudenken.
Zu diesem Zubehör gehört übrigens auch das Brennmaterial. Die Rede ist also von Holzkohle, Briketts und Co. Auch hier streiten sich die Gelehrten teilweise wie die Kesselflicker. Die einen schwören auf die althergebrachte Holzkohle, andere verwenden lieber Briketts oder sogar naturbelassenes Brennholz. Wir haben uns einmal etwas näher angesehen, welche individuellen Vor- und Nachteile die verschiedenen Brennmaterialien mit sich bringen.

Brennholz

Für die meisten Zwecke ist Brennholz zum Grillen eine eher schlechte Lösung. Zwar ist die Hitzeentwicklung groß, die Brenndauer allerdings nur mittelmäßig. Außerdem besitzt Brennholz eine hohe Rauch- und Geruchsentwicklung. Soll das Grillgut direkt auf dem Rost gegrillt werden, muss das Brennholz zunächst so weit heruntergebrannt sein, bis sich ein Glugrillholz oder grillkohletbett bildet. Andernfalls verbrennt das Fleisch viel zu schnell und nimmt einen unangenehmen Rauchgeruch und Geschmack an. Außerdem bilden sich störende Rußflecken auf dem Fleisch. Ein anderes Thema ist die Verwendung von Brennholz im Smoker. Allerdings muss auch hier das Holz nach Möglichkeit zunächst separat verbrannt und anschließend nur die Glut in den Smoker gegeben werden.

Holzkohle

Der Klassiker als Brennmittel für das Grillen ist die Holzkohle. Sie besitzt eine relativ geringe Rauchentwicklung und erreicht trotzdem hohe Temperaturen. Außerdem glüht sie schnell an, so dass der Grill innerhalb kurzer Zeit einsatzbereit ist. Hauptnachteil ist das schnelle Durchglühen von Holzkohle, so dass man bei längeren Grillfesten zwischendurch Brennmittel nachlegen muss. Bei besonders günstigen Angeboten finden sich in den Säcken oft sehr viele kleine Bruchstücke, was sich beispielsweise bei Verwendung eines Anzündkamins als schlecht erweisen kann, da die kleinen Stücke hier durch den Rost fallen. (zum Grillanzünder Vergleich)

Tipp: Inzwischen gibt es in vielen Fachgeschäften und Baumärkten Holzkohle in besserer Qualität als üblich zu kaufen. Diese wird oft als Restaurant-Holzkohle bzw. Steakhouse-Kohle bezeichnet. Hauptvorteil dieser „Edel-Kohle“ sind die größeren Stücke, mit denen das Anfeuern zwar etwas länger dauert, die jedoch für den Anzündkamin besser geeignet sind und auch wesentlich länger glühen. Die Restaurant-Holzkohle eignet sich auch ideal für den Einsatz im Smoker oder im Dutch Oven.

Holzkohle-Briketts

briketts sind richtig heissStatt aus verkohltem Holz werden Holzkohle-Briketts aus Kohlestaub hergestellt. Dieser wird mit Bindemitteln versehen und anschließend in die typische Form gepresst. Vorteil dabei ist die lange Brenndauer in Verbindung mit einer gleichmäßigen Hitzeentwicklung. Allerdings entwickeln Briketts insbesondere beim Anzünden relativ viel Rauch und es dauert wesentlich länger als bei Holzkohle, bis sie gebrauchsfertig durchgeglüht sind. Zum Anzünden von Holzkohle-Briketts sollten Sie unbedingt einen Kamin verwenden, ansonsten kann daraus eine lange und mühsame Prozedur werden. Beim Kauf von Holzkohle-Briketts sollten Sie auf eine gute Qualität achten, da die Bindemittel in billigen Briketts den Geschmack des Grillgutes verändern und für übermäßige Rauchentwicklung sorgen können.

Braunkohle-Briketts

Braunkohle-Briketts werden im Handel als besonders lang glühende Alternative zu den Holzkohle-Briketts angeboten. Allerdings ist das Anzünden dieser Briketts sehr schwierig und die Hitzeentwicklung ungleichmäßig. Sie entwickeln zu Beginn sehr wenige Hitze, um dann umso heißer zu werden. Zur Kontrolle des Grillgutes ist dies denkbar schlecht. Außerdem entwickeln Braunkohle-Briketts oftmals einen unangenehmen Geruch, der sich auf das Grillgut übertragen kann.

Kokos-Brikettsbriketts oder holzkohle

Kokos-Briketts werden aus einzelnen Kokosfasern hergestellt, die zunächst verkohlt und dann in die typische Brikettform gepresst werden. Sie eignen sich insbesondere für den Einsatz im Smoker oder dem Dutch Oven, da sie eine besonders lang anhaltende und gleichmäßige Hitze abgeben. Zudem sind sie fast geruchslos, so dass sie sich nicht auf den Geschmack des Grillgutes auswirken. Zum schnellen Grillen auf dem herkömmlichen Holzkohlegrill sind Kokos-Briketts dagegen weniger geeignet.

Fazit
Jedes Brennmaterial besitzt seine ganz eigenen Vor- und Nachteile. Daher ist es wichtig, dieses auf den jeweiligen Einsatzzweck abzustimmen. Wer eine große Runde zu versorgen hat oder den Smoker bzw. Dutch Oven benutzt, fährt mit Holzkohle-Briketts oder Kokos-Briketts am besten. Für das schnelle Grillen in kleiner Runde direkt auf dem Rost eignet sich dagegen die klassische Holzkohle sehr gut. Brennholz oder Braunkohle-Briketts sollten Sie Ihrer Gesundheit und dem Geschmack des Grillguts zuliebe besser nicht verwenden.

rauchfrei

Tischgrill mit Holzkohle – die rauchfrei Alternative

Die kleinen Tischgrills sind vor allem durch elektrische Modelle bekannt. Aber für unterwegs oder den Balkon eignen sich natürlich auch Modelle mit Holzkohle. Das ist auch eine Frage des Feelings. So richtig schmeckt es meist erst, wenn die Kohle glüht und darüber die Würste bruzzeln. So lieben es Männer.

Mittlerweile hat der Markt viele Grills im Angebot. Die einen sind rund, die anderen in Eimerform und die nächsten sind klappbar. Mit 30cm Durchmesser reicht es für ein paar Bratwürste und Steaks. Modelle mit Deckel eigenen sich am besten zu Transport und können sogar etwas Energie (Kohle) sparen. Eine Übersicht über die Varianten und Angebot gibt es hier: https://www.tischgrill-elektrogrill.de/

Einziges Problem ist oft die Rauchentwicklung, welche auf dem Balkon durchaus Probleme mit den Nachbarn bereiten kann. Da lohnt sich der Blick auf neue Modelle, die rauchfrei ihre Arbeit vollbringen. Trotz Holzkohle.

Rauchfreier Holzkohle Tischgrill

Den rauchfreien Tischgrill mit Holzkohle gibt es noch nicht von sehr vielen Anbietern, jedoch bietet er enorme Vorteile. Spitzenprodukte sind mit Durchmessern von rund 25 – 32 cm sehr gut auf jedem Esstisch unterzubringen, verfügen über ein Turboboostsystem mit erhöhter Leistung und arbeiten – das ist enorm wichtig – rauchfrei. Damit kann der Tischgrill mit Holzkohle auch im geschlossenen Raum eingesetzt werden, auch wenn diese Anwendung wohl eher selten bleibt.

Ideal sind diese Modelle für den Balkon. Keine Geruchs- und Rauchbelästigung mehr. Die Nachbarn und die eigenen Klamotten werden es dankbar annehmen.

Tischgrill mit Holzkohle: schnelles Grillen

Nach nur vier bis fünf Minuten Vorglühzeit ist ein Tischgrill mit Holzkohle betriebsbereit. Die Hersteller (z.B. LotusGrill) empfehlen die Aufstellung auf dem Balkon, der Terrasse, im Boot oder auf einem Campingplatz, eine Empfehlung für geschlossene Räume dürfte aus Sicherheits- und Haftungsgründen nicht gegeben werden. Grillfans probieren ihren Tischgrill mit Holzkohle zunächst im Freien aus.rauchfrei

Konstruktionsbedingt tropft jedenfalls kein Fett auf die glühende Holzkohle, dadurch entsteht kaum oder gar kein Rauch, zudem auch keine PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), keine Nitrosamine, Acrylamide oder Benzpyren. Ein sehr wichtiges Sicherheitsmerkmal beim Tischgrill mit Holzkohle ist die doppelschalige Konstruktion, die ein Aufheizen der Außenschale wirkungsvoll verhindert.

Die Funktionsweise eines solchen Grills kann beim Vorreiter nachgelesen werden. Siehe: https://www.lotus-tischgrill.de/Funtionsprinzip-LotusGrill:_:13.html

Ein Ablöschen mit dem Bier fällt bei diesen Modellen aber wohl eher aus. Kompromisse muss man eingehen. Auch beim Preis. Dieser ist mit meist über 100 bis 150 Euro kein Grillschnäppchen.

Aufbau und Reinigung des Tischgrills mit Holzkohle

Wenn ein Tischgrill mit Holzkohle wirklich hochwertig und komfortabel gestaltet wurde, lässt er sich sehr einfach aufbauen und wieder auseinandernehmen. Den Grillrost samt Innenschale können die Besitzer in ihrer Spülmaschine reinigen.

Die Grills sind rund oder rechteckig, in runder Bauweise meist mit konischem Zulauf zu den Standfüßen, sie wiegen wenig (meist rund vier bis sechs Kilogramm) und bieten mit der vorhandenen Grillrostfläche so viel Platz, dass eine mittlere Familie bis etwa fünf Personen ihr Grillgut gleichzeitig gar bekommt.

Zum Tischgrill mit Holzkohle gehört meist ein batteriebetriebener Lüfter, weil auf dem kleinen Raum ansonsten zu wenig Zug entstünde. Hochwertige Grills dieser Sorte ermöglichen mit einem per LED-Lampen beleuchteten Schalter die stufenlose Regelung der Zuluft. Der Kohlebehälter ist geschlossen und wird von den Herstellern innen mittig positioniert, was nochmals die Sicherheit und den Komfort erhöht. Je nach Kohlesorte brennt der Grill um etwa 40 bis 90 Minuten.

Die richtige Grillkohle

Die richtige Grillkohle ist der halbe Weg zum perfekten Grillerlebnis

Der Sommer steht vor der Tür und die ersten warmen Sonnemstrahlen haben uns hierzulande bereits ein wunderschönes Wetter bescheren können. Mit den warmen Temperaturen beginnt für die meisten Menschen wiedermals die allseits beliebte Grillsaison. Saftiges Fleisch, knackige Bratwürste und ein gemütliches Beisammensein mit Freunden und Familie – das Leben kann so schön sein! Ärgerlich wird es immer nur dann, wenn die hungrigen Gäste auf ihr Grillgut warten müssen, da der Grill einfach nicht anspringen möchte. Wer einen Holzkohlegrill verwendet, der sollte auch auf die richtige Grillkohle zurückgreifen denn hier gilt ganz besonders: Gespart werden sollte nicht!

 

Welche Kohlenart ist denn nun die Richtige?

Es gibt zahlreiche Anbieter für Grillkohle und auch verschiedene Arten der Kohle. Am häufigsten Verwendung findet sicherlich Holzkohle, da sich diese Form noch am Besten für gemütliche Grillevents eignet. Zur guten Vorbereitung eines solchen Grillevents muss ein ganz besonderes Augenmerk auch auf die Herkunft der Kohle gerichtet werden, da – speziell in Importkohle – nicht selten gesundheitsschädliche Zusatzstoffe enthalten sein können! Dieses lässt sich jedoch umgehen, wenn der Kunde bei dem Erwerb der Holzkohle einen genaueren Blick auf die Verpackung der Kohle wirft. Grillholzkohle ist für gewöhnlich carbonisiertes Holz oder alternativ auch Kokosnuss, während Grillkohle aus gepresstem Braunholzkohlenstaub hergestellt wird.

Gänzlich auf Nummer sicher geht man allerdings, wenn auf der Verpackung das DIN-EN Zeichen ersichtlich ist. Dieses DIN-Zeichen ist allerdings nur ein Zeichen für die Art der Grillkohle, nicht jedoch für die Qualität. Diese lässt sich bedauerlicherweise vorab nicht ersehen sondern wird erst nach der Verwendung ersichtlich – anhand der Asche! Grillkohle erzeugt eine bräunliche Asche, daher auch der allgemeinhin bekannte Name Braunkohle, während hingegen Grillholzkohle weiße Asche erzeugt! Die Grillkohle wird in einem Retortenverfahren hergestellt, welches bereits bei der Herstellung umweltschädliche Stoffe der Kohle entzieht. Besonders in den letzten Jahren wurde vielfach über die gesundheitsschädlichen Stoffe gesprochen, die bei der Verwendung der Grillkohle entweichen können. Daher sollte dieser Aspekt ebenfalls ein Hauptaugenmerk des Grillers sein!

Welche Grillholzkohle wird empfohlen?

Stiftung Warentest und auch etliche Grillsportvereine, ja, grillen wird vielerorts als Sport angesehen, empfehlen für ein perfektes Grillerlebnis die „Flash Grillholzkohle“ des Herstellers Boomex! Diese zeichnet sich durch eine sehr hohe Qualität aus und ist zudem im Preis-/Leistungsverhältnis absolute Spitze. Dicht dahinter folgt „Der Sommer Hit“ von pro Fagus, während die „Grillis“ des gleichen Herstellers schon ein wenig Abstand zur Spitzenposition haben. Wer dann doch lieber auf qualitativ hochwertige Grillkohle aus Deutschland setzt, ist mit diesen Angeboten sehr gut versorgt.

Von ungekennzeichneten Produkten sollte der Griller gänzlich die Finger weg nehmen, da es sich nicht selten um Importware handelt, die aus Tropenholz hergestellt wird. Erschreckende Zahlen liegen noch gar nicht so lange zurück – allein 2008 wurden 120.000 Tonnen Grillkohle aus Südamerika und Afrika „verheizt“. Unzählige Hektar tropischer Wald wurde zum Zwecke des Exports der Grillkohle abgeholzt, was für die Natur eine echte Katastrophe darstellt. Wenn der Griller aus Kostengründen dennoch auf Importkohle zurückgreifen möchte, so sollte er darauf achten, dass auf der Verpackung das Siegel FSC zu sehen ist. Dieses FSC steht für Forest Stewardship Council und besiegelt, dass der Herkunftsort der Kohle den aktuellen Standards und Kontrollen der internationalen Gemeinschaft folgt.

Holzkohle Kugelgrill Vergleich – Weber, Rösle, Landmann

Im Holzkohle Kugelgrill Vergleich treten diesmal die folgenden Kugelgrills gegeneinander an: der 57er Weber on touch Gold, der neue Kugelgrill von Rösle und der Black Perl von Landmann. Weber ist bei den Kugelgrills bisher der klare Marktführer und wird erfolgreich von dem deutschen Produzenten Rösle angegriffen. Deutsche Ingeneurskunst gegen amerikanische Tradition. Der ebenfalls deutsche Hersteller Landmann hat zwar in diesem Test das nachsehen, wird aber Preis- / Leistungssieger.

 

Holzkohle Kugelgrill Vergleich

 

Fazit: Der deutsche Hersteller Rösle ist zwar erst in diesem Jahr mit seinem Holzkohle Kugelgrill auf den Markt gekommen, räumt diesen aber gut auf. Da scheinen sich ein paar schlaue Köpfe sich einen guten Kugelgrill geschnappt zu haben und sich dann einmal überlegt was man besser machen kann. Auch ist die Kommunikation von Rösle einfach ehrlicher. Während man bei einem 57er Weber an einen Grill mit 57er Grillrost denkt ist es nur ein 54er Grillrost und die 57 beziehen sich auf den Aussendurchmesser des Kugelgrills.

Bitte beachtet, das es sich bei diesem Holzkohle Kugelgrill Vergleich um die 2012 Modelle handelt. Es ist davon auszugehen, das die Anbieter in 2013 einiges an Ihren Gerätschaften machen um dem neuen Platzhirschen Paroli zu bieten.

News von Weber finden Sie hier: aktuelle Weber Grills

Grill anzünden aber richtig

Kohle rein, Grillanzünder rein, Grillanzünder anmachen und die Kohle brennt nicht – was nun? Hier mal einige Grundlagen um eine ordentliche Grillglut hinzubekommen.

Gehen wir mal von einem klassischen Grill aus, da ist eine Wanne, in der wird die Kohle verteilt und darüber ist das Grillrost. Als erstes einmal das Grillrost entnehmen, dann die Kohle zu einem Haufen schichten und im unteren Teil den/die Grillanzünder verteilen. Die erste Frage die es zu klären gibt, 3 kg oder für den Start lieber nur 1 kg?

klassischer Grill
klassischer Grill

1kg Kohle ist schneller durchgebrannt als 3kg, allerdings muss das eine kg dann noch unter den restlichen Kohlen vermischt werden. Aber das ist eine Frage der Philosophie und hat nichts mit der Physik zu tun. Eine wichtige Grundlage ist, dass die Kohle trocken ist! Ein Sack Kohle, der z.B. in einem Carport trocken eine Regennacht überstanden hat, kann feuchte Grillkohle enthalten! Ein klassisches Problem von Kohle die man an Tankstellen oder Baumärkten kauft. Die Kohle ist überdacht und in einem Regal, äußerlich sieht es trocken aus, die Kohle zieht aber die Feuchtigkeit aus der Umgebung und zündet dann nicht.

Flammen schlagen nach oben, deswegen gehört der Grillanzünder auch in den unteren Teil des Kohlehaufens. Doch wenn z.B. Holzkohle verwendet wird, kann es sein das diese zu dicht liegt oder zu viele kleine Kohlestücke die Grillanzünder verdecken. Dann bekommen die Grillanzünder keine oder zu wenig Luft um ordentlich zu brennen und die Kohle zu entzünden.

[Info_Box] Info Grillanzünder
Ob fest, flüssig oder als Gel: Welche Art Grillanzünder Sie bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen. Beachten Sie bei allen unbedingt die Gebrauchsanweisung. Viele Anzünder müssen aus Gesundheitsgründen komplett abgebrannt sein, bevor das Grillgut aufgelegt werden darf. Der Handel hält inzwischen auch umweltfreundliche Modelle bereit, zum Beispiel aus Pinienholz, Hobelspänen, Kerzenwachs oder Sägemehl. Zeitungspapier ist nicht empfehlenswert: Die Papierasche wird im Laufe der Zeit aufgewirbelt und kann im Grillfleisch landen. Brennbare „Grillbeschleuniger“ wie Spiritus sind tabu.
[/Info_Box] Nachdem die Grillanzünder erlöschen sind, sollten schon einige Kolen glühen, Damit die beginnende Glut nicht im Keim erstickt, braucht sie genau jetzt Sauerstoff. Den bekommt die Glut mithilfe eines Handblasebalgs oder eines speziellen Handkurbelföhns. Zur Not hilft auch improvisiertes Wedeln mit den Händen oder Pusten: Hauptsache, die Glut wird ordentlich und vor allem kontinuierlich belüftet. Idealerweise verfügt der Grill über bodenseitige Luftöffnungen, die für einen Kamineffekt sorgen. Aber es funktioniert natürlich auch ohne diesen Luxus. (zum Grillanzünder Vergleich)

Nicht geeignet zum belüften der Grillkohle sind Multikompressoren oder gar Lötbrennern – ebenso der elektrischen Föhn: Gerät man mit diesem zu nah an die Glut, kann er schmelzen – mit fatalen Folgen.

Wichtig ist die stete und konstante Luftzufuhr, sportliche Höchstleistungen sind beim Wedeln bzw. Blasen nicht notwendig. Die sogenannte Betriebstemperatur ist erreicht, wenn die Kohlen bzw. Briketts alle glühen, aber nicht brennen. Faustregel: Was weiß ist, das glüht auch. Mit etwas Erfahrung oder Glück hat sich die Glut bereits nach zehn Minuten vom inneren Brandherd nach außen vorgearbeitet.

Anzündkamin
Anzündkamin

Sehr hilfreich sind sogenannte Anzündkamine. Der Aufbau jedes Anzündkamins ist nahezu identisch. Er besteht aus einem Rohr mit Öffnungen zur Belüftung im unteren Bereich des Kamins, einer Auflage für das Brennmaterial in ca. 1/4 Höhe und einem Griff mit Hitzeschild. Das Anzündmaterial saugt nach dem Entzünden Sauerstoff von Aussen in den Anzündkamin. Der so genannte Kamineffekt ist dafür verantwortlich, dass die Flammen und heissen Gase sich nur nach oben ausbreiten und so für eine schnelle Entwicklung der Glut sorgen. Auch nach dem Erlöschen der Grillanzünder glüht es gleichmäßig und schnell weiter Je nach Brennmaterial und Füllmenge erhalten Sie so nach 15-30 Minuten eine tolle Glut, die in den Grill geschüttet werden kann, wenn die oberste Lage mit einer weiß-grauen Ascheschicht überzogen ist.

Temperatursteuerung am Kugelgrill

Die  Temperatursteuerung an einem Holzkohle Kugelgrill ist (k)eine Wissenschaft für sich. Das folgende Tutorial dient nicht nur für Weber Kugelgrills, sondern kann auch bei anderen, wie zum Beispiel dem Rösle Kugelgrill, dem Landmann Black Pearl oder dem Outdoorchef Easy Charcoal angewendet werden.

 

Für die Temperatursteuerung stehen einem vier entscheidende Dinge zur Verfügung.

  • Die Menge an Grillkohle
  • Die untere Lüftung
  • Die obere Lüftung
  • Der Ort an dem das Thermometer sitzt

Grundsätzlich macht es schon einen Unterschied ob man 10 oder 50 Stück Grillkohle in den Anzündkamin (AZK) legt und durchglühen lässt. Ist zu viel Kohle im Grill, bekommt man die Temperatur nicht auf den gewünschten Wert, da sie wegen der glühenden Masse immer durch die Decke geht. Also, mehrere Anzündkamine in unterschiedlichen Größen beschaffen oder weniger Kohle in den Anzündkamin.

Wenn ich zum Beispiel nur für mich eine Bratwurst machen will, fülle ich meine Kohle in einen Ikea Besteckhalter der auf den Namen „ORDNING“ hört und stelle ihn in den normalen Anzündkamin (AZK). So habe ich knapp 1/3 der Menge an Kohle entzündet die in meinen normalen AZK anzünden würde (zum Grillanzünder Vergleich). Weber gibt nicht umsonst seinen Kugelgrills einen Messlöffel für Kohle mit, das hat schon seinen Zweck. Wenn die Kohle vom AZK in den Kugelgrill kommt, lass die untere Lüftung und den Deckel auf. Die Kohle muss jetzt erst einmal 5 – 10 Minuten bei den neuen Umgebungsvariablen weiter glühen. Als letzten Tipp für die Kohle habe ich noch die Verteilung der Kohle im Kugelgrill, so werden entsprechende Temperaturzonen geschaffen.

Die perfekte Messstelle

Der nächste Punkt ist die Messstelle. Wo nimmt das Thermometer die Temperatur? Über der Glut oder in dem Bereich, in dem indirekt gegrillt wird? Über der Glut sind die Temperaturen deutlich höher als im indirekten Bereich. Der Unterschied kann bis zu 30° betragen! Das kann schnell mal 15 Minuten ausmachen. Wer es mir nicht glaubt, hält einfach mal den Fühler seines BBQ Thermometers durch die Lüftung.
Wichtig: Mache deinen Grill selten sauber, vor allem im Bereich der Asche. Die teils verkrustete Asche der Grillkohle hilft dabei, den Kugelgrill feinfühliger einzustellen. Einmal sauber muss der Bereich allerdings gemacht werden. Jetzt kommen die Markierungen, die dir helfen die Temperatur im Kugelgrill zu steuern.

Lüftung richtig einstellen

Stelle die Flügel deines Kugelgrills so ein, das sie gerade dicht machen. Dann an der Verstellvorrichtung mit einem Edding einen Strich machen. Öffne die untere Lüftung deines Kugelgrills auf 50% und mache eine weitere Markierung. Als nächsten und letzten Schritt öffnest du die unteren Lüftungsschieber so weit, das du gerade mal die 100% hast. Du siehst, der Weg, den der untere Schieber nehmen kann, ist locker 20 cm, doch nur 2 cm sind für die Temperatursteuerung deines Holzkohle Kugelgrills wirklich relevant. Mit diesen 2 cm steuerst du die die Zuluft, die die Kohle verbrennen kann. Je mehr Luft die Kohle bekommt, je mehr wird sie glühen. Ist zu viel Glut im Kugelgrill, reicht die Luft nicht unbedingt aus um die komplette Kohle am glühen zu halten. Generell sollte die Devise lauten, lass die unteren Lüfter komplett auf, gesteuert wird mit den oberen Lüftern deines Holzkohle Kugelgrills.

Der untere Lüftungsschieber des Kugelgrill ist komplett geöffnet, der Deckel ist drauf und der obere Lüfungsregeler des Kugelgrill ist ebenfalls komplett geöffnet. Das Ergebnis ist, die Kohlen glühen in einer Art Kamin mit max. Luft Zu- und Abfuhr. So bekommst du die höchsten Temperaturen und die Kohlen sind recht schnell durchgebrannt.

Machst du an der oberen Lüftung das Loch zu, so kann weniger Luft und somit weniger Sauerstoff durch die Grillkugel. Die Kohlen entwickeln weniger Glut und verfallen in den Bereich des „glimmens“. Glimmen bedeutet weniger Glut, weniger Hitze und somit wird der Grill regelbar. Das ist das Geheimnis des Kugelgrills mit Holzkohle 🙂

Fazit:

Als guten Tipp habe ich noch das folgende Buch von Weber: Weber’s Grillen mit Holzkohle (Themenkochbuch)
Wenn ihr mit dem Grillen fertig seid, beide Lüftungsschlitze auf machen bzw., den Deckel ablassen. Die Kohle brennt durch und ihr habt weniger Arbeit mit dem sauber machen.
Und noch einen Tipp habe ich. Auch wenn ich an einem Abend nicht grillen wollt, schnappt euch drölf Bier, 3 KG Grillkohle und testet das was ich beschrieben habe einmal aus. Da kein Fleisch auf dem Grill ist, werdet ihr nicht in Panik verfallen und könnt in Ruhe testen.