Pulled Pork – Schritt für Schritt Anleitung

Pulled Pork – ideal für Feinschmecker mit ein wenig Geduld

Schritt für Schritt zum Erfolg! Jeder, der schon einmal Pulled Pork zubereitet hat, weiß, dass es sich hierbei um ein Gericht handelt, das zwar vergleichsweise einfach aussieht, jedoch viel Zeit in Anspruch nimmt. (siehe auch Pulled Pork für Anfänger)

Vor einer ausführlichen Schritt für Schritt- Anleitung, die es auch Küchenlaien problemlos ermöglicht, das Pulled Pork zuzubereiten, zunächst einige „Goldene Regeln“, die zeigen, wie viel Zeitpuffer eingeplant werden sollte:

  1. Wichtig ist es, das Fleisch einen Tag vorher zu marinieren und dann mindestens 24 Stunden im Kühlschrank zu lagern.
  2. Stellt euch darauf ein, dass ihr das Fleisch während der Zubereitung im Ofen nach circa drei Stunden alle halbe Stunde kontrollieren und gegebenenfalls mit dem Sud benetzen müsst.
  3. Besorgt euch am besten eine große Auflaufform, die deutlich größer ist, als das Fleisch. So könnt  ihr komfortabel arbeiten und den Sud bequem auffangen.
  4. Ihr braucht ein Fleischthermometer! Weshalb? Weil ihr das Pulled Pork bei einer Innentemperatur von circa 90 Grad aus dem Ofen nehmen müsst. Im Bereich zwischen 60 und 70 Grad ist noch regelmäßiges Bepinseln angesagt.

Anleitung für Anfänger

Pulled Pork wird oft in mittelgroßer bis großer Runde genossen. Daher hier das Rezept für circa fünf Personen. Falls ihr mehr seid, müssen die Zutaten selbstverständlich angepasst werden.

1,25 kg Schweinenacken (können direkt ohne Knochen beim Metzger eures Vertrauens bestellt werden)

300 ml Ananassaft

300 ml Gemüsebrühe

1 bis 3 EL Zucker (entscheidet euch am besten für den braunen)

2 bis 3 EL Senf (wenn ihr möchtet, gerne den scharfen)

1 bis 2 EL Paprikapulver

Ein wenig Salz und Pfeffer

Je nach Geschmack 1 EL Knoblauchgewürz

Je nach Geschmack Brötchen, Burgerbrötchen, Brot, Salat und/oder Fladenbrot

Schritt für Schritt Pulled Pork Anleitung

Vor allem mit Hinblick auf die Saucen, die zum Pulled Pork gereicht werden, sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Während sich manche Menschen für die klassische Barbecue-Sauce entscheiden, bevorzugen andere Ketchup oder Steaksauce. Solltet ihr mehrere Besucher erwarten, stellt ihr am besten eine breite Auswahl zur Verfügung.

  1. Zunächst ist es wichtig, das Fleisch mit dem Senf einzureiben. Achtet hier auf eine gleichmäßige, eher dünne Verteilung.
  2. Nun könnt ihr die Gewürze in einer separaten Schüssel  miteinander vermischen und das Endergebnis im Anschluss auf den Senf auftragen. Hierbei ist es wichtig, wirklich jeden Teil des Fleisches zu berücksichtigen, damit sich beim Verzehr ein gleichmäßiger, aromatischer Genuss einstellen kann.
  3. Jetzt ist Geduld gefragt. Besorgt euch einen etwas größeren Gefrierbeutel, in dem  euer Pulled Pork bequem Platz findet, drückt die Luft heraus und lagert das Ganze für einen Tag (24 Stunden) im Gefrierfach.
  4. Warten
  5. Wenn die 24 Stunden um sind, ist es wichtig, das Fleisch wieder auf Zimmertemperatur zu bringen. Plant hierfür mindestens eine Stunde ein!
  6. Steckt den Fleischthermometer in das Pulled Pork und heizt euren Ofen auf circa 100 Grad vor.
  7. Nun vermischt ihr den Saft mit der Gemüsebrühe und dem Zucker und füllt die Flüssigkeit in eine Auflaufform in der mittleren Schiene eures Ofens.
  8. Legt das Fleisch in die Auflaufform.
  9. Nach circa drei Stunden ist es wichtig, das Fleisch immer wieder mit seinem eigenen Sud zu benetzen. Kontrolliert am besten alle halbe Stunde, ob die Oberfläche wieder trocken geworden ist und checkt dabei auch immer die Temperatur im Inneren.
  10. Sobald das Thermometer einen Wert zwischen 85 und 90 Grad anzeigt, kann das Fleisch aus dem Ofen genommen werden. Schüttet jedoch den Rest- Sud nicht weg! Ihr braucht ihn noch!
  11. Haltet das Pulled Pork nun noch mindestens eine Stunde lang, zum Beispiel eingewickelt in Alufolie, warm.
  12. Danach macht euer Pulled Pork seinem Namen alle Ehre. Packt das Fleisch aus und rupft die einzelnen Stücke mit einer Gabel oder Fleischkrallen und Bärenkrallen vom Ganzen ab. Damit das Fleisch nicht zu trocken ist, könnt ihr es ideal mit dem Rest-Sud vermengen.
  13. Jetzt wird das gerupfte Fleisch je nach persönlichem Geschmack, entweder in ein Brötchen oder ein Fladenbrot gefüllt, mit Gemüse garniert oder pur genossen.

Guten Appetit!
Wenn du noch Verbesserungsvorschläge zu dieser Anleitung hast, freuen wir uns über einen Kommentar.