Holzbackofen – welches Holz verwenden?

Welches Holz sollte für den Holzbackofen verwendet werden?

Ein eigener Holzbackofen ist Garant für knuspriges Brot, deftigen Flammkuchen oder saftige Pizza aus eigener Produktion. Doch wer erst einmal so einen Backofen sein eigen nennt, muss sich zur Benutzung desselben auch darüber Gedanken machen, welches Brennmaterial am ehesten verwendet werden sollte. In diesem Artikel gehen wir auf die Eigenschaften verschiedener Hölzer ein und erläutern, welche Holzsorten aus welchen Gründen mehr oder weniger zur Befeuerung eines Backofens geeignet sind.

Was macht gutes Backofenholz aus?

Holz ist nicht gleich Holz. Je nach Art und Herkunft sorgen seine spezifischen Eigenschaften dafür, dass es sich für diese oder jene Verarbeitung und Nutzung besser, schlechter oder auch gar nicht eignet. Dies trifft auch auf die Verwendbarkeit als Brennholz zu.buchenholz für den Holzbackofen

Zunächst einmal: Holz, das zum Abbrand in einem Backofen (oder auch bei einem Lagerfeuer) genutzt werden soll, darf kein oder möglichst wenig Harz enthalten. Der Grund ist ganz einfach: Harz verdampft bei Entzündung im Inneren des Holzes wie Wasser. Die Öldämpfe sprengen die Struktur des Holzes im wahrsten Sinne des Wortes; die ätherischen und überdies brennbaren Öle des Harzes werden aus dem Holz herausgeschleudert, fangen Feuer und regnen als Funken ab. Abgesehen davon, dass diese Funkenentwicklung das Öffnen des Backofens für den Benutzer zu einem Risiko macht, wirken sich die ätherischen Dämpfe negativ auf den Geschmack des Backwerks aus und können zudem gesundheitsschädigend sein.

Weiterhin sollte ausschließlich Holz verwendet werden, das komplett durchgetrocknet ist beziehungsweise eine Restfeuchte von nicht mehr als 10% besitzt. Nasses Holz fängt wesentlich schwerer Feuer als trockenes. Zudem ist die Qualmentwicklung bei nassem oder feuchtem Holz wesentlich größer, was wiederum für das Brot, die Pizza oder sonstige Backwaren abträglich ist

Auch wenn die Versuchung groß ist, ausgediente Möbel zu verfeuern und sie so noch einem nützlichen Zweck zuzuführen, sollte darauf verzichtet werden. Hier handelt es sich in der Regel um behandeltes Holz. Lacke, Imprägnierungsmittel etc. entwickeln beim Abbrennen giftige Dämpfe, die für das Backen undholzbackofen buchenholz die Backware schädlich sind.

Reisig eignet sich prinzipiell gut für einen Holzbackofen, da hier ein schneller und heißer Abbrand gewährleistet wird. Allerdings ist die Branddauer von Reisig eher kurz, weswegen es schwierig ist, die benötigte Menge in den Ofen zu bekommen. Als Feuerstarter ist Reisig aber dennoch gut geeignet.

Scheitholz wird klassisch im Holzbackofen verwendet. Dabei handelt es sich um Stammholzabschnitte, die mit einer Axt in Längsrichtung gespalten wurden. In besonders dünn gespaltenem Zustand wird es auch als Spanholz bezeichnet und eignet sich insbesondere zum Anfeuern des Ofens.

Welche Hölzer dürfen nicht verwendet werden?

Nachdem bereits einig Eigenschaften von Hölzern aufgezählt wurden, werden nun Holzarten genannt, die aufgrund ihrer Eigenschaften nicht für die Verwendung in einem Holzbackofen geeignet sind.

  • Nadelhölzer (Teer, Dämpfe, Harz, das bei der Verbrennung freigesetzt wird)
  • Eiche (enthält zu viel Harz)
  • Walnuss (darf nicht im frischen Zustand verfeuert werden, da es ätherische Öle enthält. Trockenzeit sollte mindestens zwei Jahre betragen)

Welches Holz kann bedenkenlos/ gut verwendet werden?

So wie es ungeeignete Hölzer gibt, existieren auch Hölzer, die problemlos zum Befeuern eines Holzbackofens verwendet werden können. Diese werden hier im Nachgang aufgelistet.

  • Obstbaumholz
  • Erle
  • Buche
  • Esche
  • Ahorn
  • Korkenzieherbaum
  • Pappel
  • Rebholz
  • Akazie

Wer noch einen geeigneten Ofen sucht, wird beispielsweise in der umfangreichen Ofen-Sektion von edingershops fündig. Weitere Fragen rund um das Thema Holzbackofen und natürlich auch zum Thema Grillen können auf unserer Frage-und-Antwort-Seite gestellt werden.

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