Die Hygiene beim Grillen

Hygiene beim Grillen

Sommer, Sonne, Grillspaß – da sehen wir alles etwas lässiger. Auch die Hygiene. Doch gerade hier sollten keine Kompromisse gemacht werden, schließlich hängen unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit davon ab. Allerdings kann es sich bisweilen als relativ schwierig erweisen, beim Grillen im Garten die gleiche Hygiene sowie in der Küche walten zu lassen. Damit Ihnen das gelingt, haben wir hier die besten Tipps für eine optimale Hygiene beim Grillen zusammengestellt.

Hände waschen ist Pflicht!

Waschen Sie sich vor dem Grillen und immer dann, wenn Sie zwischendurch andere Dinge wie Gartengeräte, Spielzeuge, Pflanzen usw. angefasst haben, gründlich die Hände. Tipp: Wer z. B. in einem Schrebergarten grillt, wo es vor Ort kein fließendes Wasser gibt, der kann ein spezielles Desinfizierungsgel als Ersatz für das Händewaschen verwenden (gibt es von Sagrotan). Es wird einfach in den Händen verteilt und tötet Keime und Bakterien wirkungsvoll ab.

Trennen Sie Geflügelfleisch von anderen Fleischsorten

Verschiedene Fleischsorten müssen insbesondere hinsichtlich der Hygiene unterschiedlich behandelt werden. So ist es beispielsweise nicht ratsam, Geflügelfleisch mit anderen Fleischsorten wie Rind oder Schwein zu vermischen. Gerade bei Rind, das in aller Regel nicht ganz durchgegart verzehrt wird, kann sich ein echtes gesundheitliches Problem ergeben. Der Grund: Bei Geflügel ist ein Befall mit Keimen – z. B. Salmonellen – nie ganz auszuschließen. Trennen Sie daher die verschiedenen Fleischsorten immer voneinander, am besten durch eigene Teller oder Tupperdosen.

Vorsicht bei Grillmarinaden!

Marinaden sollten Sie ausschließlich zum Einlegen des Fleisches nutzen. Das bedeutet: Verwenden Sie niemals die Marinade, in der das Grillfleisch eingelegt war, als Sauce, Dip oder Salatdressing. Schließlich können sich hier evtl. vorhandene Keime wunderbar vermehren.

Ausreichend Teller und Besteck bereithalten

Legen Sie auf keinen Fall bereits fertig gegrilltes Fleisch auf einen Teller, auf dem zuvor das rohe Fleisch gelegen hat. Halten Sie immer mehrere Teller bereit, damit rohes und fertig gegrilltes Fleisch voneinander getrennt werden können. Das gilt übrigens auch für die verwendeten Bestecke.

Lassen Sie die Grillzutaten nicht länger in der Sonne liegen

Kaum etwas beschleunigt die Vermehrung von Bakterien und Keimen so stark wie Wärme und direktes Sonnenlicht. Vermeiden Sie es daher, Grillfleisch, Fisch, Saucen, Gemüse und Obst über längere Zeit der direkten Sonnenstrahlung auszusetzen. Ein Schattenplatz eignet sich dafür viel besser. Fleisch und Fisch sollten Sie erst ca. 30 Minuten vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen.

Decken Sie Speisen im Freien immer ab

Alle Grillzutaten sollten im Freien stets abgedeckt werden, z. B. mit Tellern, Alu- bzw. Frischhaltefolie oder speziellen Hauben aus Plastikfolie. So können keine Insekten ihren Hunger daran stillen, außerdem bleiben die Speisen damit länger kühl und frisch.

Den Grill stets gründlich reinigen

Manch einer reinigt seinen Grill so gut wie gar nicht, da er der Meinung ist, dass die große Hitze sowieso evtl. vorhandene Keime abtötet. Das mag direkt über der Flamme bzw. Glut auch zutreffen, für die Randbereiche allerdings nicht – und gerade dort wird oft Fleisch zwischengelagert. Sorgen Sie also dafür, dass der Grill immer sauber ist. Am besten weichen Sie die Einzelteile dazu direkt nach dem Grillen ein, entweder durch Aufsprühen eines speziellen Reinigers oder auch mit Hilfe von feuchtem Zeitungspapier.

Fazit

Es sind lediglich ein paar ganz einfache Regeln zu befolgen, mit denen die Hygiene beim Grillen deutlich erhöht werden kann. Ihre eigene Gesundheit und die Ihrer Familie wird es Ihnen danken!

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