Barbecue – grillen einfach mal anders

Barbecue: Die besondere Art des Grillens

Viele Elemente aus der amerikanischen Küche haben im Laufe der Zeit Einzug in die deutschen Essgewohnheiten gehalten. Wir essen Sandwiches, Hamburger, Hot Dogs und vieles mehr – gerade im Fast-Food-Bereich kommen fast alle heute bekannten Speisen aus dem angelsächsischen Bereich.

Dass es auch anders geht und amerikanisches Essen nicht gleichbedeutend mit Fast Food sein muss, beweist das Barbecue. Inzwischen wird fast jeder hierzulande den Begriff Barbecue, oft auch mit „BBQ“ abgekürzt, kennen. Nur die wenigsten wissen jedoch, wo diese Bezeichnung herkommt. Sie wird inzwischen geradezu inflationär verwendet, zum Beispiel für gewürztes Fleisch, für Chips oder auch für Marinaden. Dabei handelt es sich beim Barbecue ursprünglich um eine reine Garmethode, die aus den amerikanischen Südstaaten und aus Südamerika stammt.

Ursprünglich lief das Barbecue denkbar einfach ab: Man grub ein relativ tiefes Loch in den Boden, entfachte darin ein Holzfeuer mit trockenem Buchenholz, deckte das Loch mit einigen Holzbrettern ab und positionierte darauf das Fleisch. Dieses konnte nun in der heißen Abluft des Feuers langsam unter einer mäßigen Temperatur gegart werden. Dadurch dauerte es zwar wesentlich länger als beim herkömmlichen Grillen, bis das Fleisch gar war, es entwickelte jedoch einen einzigartigen Geschmack und eine ebensolche Konsistenz.

Später adaptierte man diese Methode auf die Entwicklung der sogenannten Barbecue Smoker, wie wir sie heute als Unterart der Holzkohlegrills kennen. Auch hier funktioniert das Grillen nach dem Prinzip des Garens in heißer Abluft, bei uns auch als Heißräuchern bekannt. Dafür verfügt der BBQ Smoker über eine getrennte Kammer, in der das Feuer mittels Holz oder auch Kohle entfacht wird. Brennt das Feuer, wird der heiße Rauch in den eigentlichen Garraum geleitet, wo sich das Grillgut befindet.barbecue in europa

Wofür eignet sich das Barbecue Grillen besonders gut?

Wir wissen nun also, dass beim BBQ Grillen die Fleischstücke nicht direkt über dem Feuer, sondern in der heißen Abluft gegart werden. Dadurch wird das Fleisch besonders zart und bekommt einen einzigartigen, rauchig-würzigen Geschmack. Ein Vorteil beim BBQ Grillen, der früher von großer Wichtigkeit war, ist: Durch den langsamen Garprozess konnten hierfür auch Fleischstücke verwendet werden, die bei einer anderen Zubereitungsart – zum Beispiel beim herkömmlichen Grillen – zu trocken und zäh und somit fast ungenießbar geworden wären. Daher verwendete man früher für das Barbecue Grillen vor allem Fleischstücke, die sehr durchwachsen waren. Dies konnte beispielsweise Schweinefleisch von der Schulter oder vom Hals sein, aber auch Rinderbrust sowie Hammelfleisch. Heute spielt dies freilich keine Rolle mehr. Besonders beliebt für das Barbecue Grillen sind heute Rindersteaks, Spareribs vom Schwein oder auch sämtliche Geflügelteile.

Eine Besonderheit des BBQ-Grillens, die erst in den letzten Jahren wieder „in Mode“ gekommen und inzwischen auch in Deutschland bekannt ist, nennt sich „Pulled Beef“ oder „Pulled Pork“. Darunter versteht man BBQ-Fleisch, welches so lange gegart wurde, dass es in feine Fasern zerfällt. Das Fleisch wird dann mit einer Gabel auseinandergezupft und nach Wunsch mit Marinade bzw. Soßen vermischt. Anschließend kann es roh oder auf Brötchen etc. verzehrt werden.

verschiedene bbq saucen

Saucen sind extrem wichtig!

Ein wichtiger Bestandteil eines Barbecues sind die passenden Soßen. Inzwischen gibt es in jedem Supermarkt fertige BBQ-Soßen zu kaufen, die jedoch meist nichts anderes als besonders gewürzter Tomatenketchup mit ein paar weiteren geschmacksgebenden Zutaten darstellen. Die ursprüngliche Auswahl von BBQ-Soßen ist dagegen viel größer. Sie können auf Basis von Tomaten, aber auch Essig oder Senf hergestellt werden. Fast jeder Griller in den USA hat sein eigenes Rezept für die Soße, Fertigprodukte kommen hier nur selten zum Einsatz.

Insbesondere in den Südstaaten der USA ist Barbecue längst nicht nur eine Zubereitungsmethode für Fleisch oder die Art zu würzen, sondern ein Lebensgefühl inklusive der passenden Esskultur. Man versteht darunter nämlich auch das gesellige Beisammensein mit stundenlangem Grillen, Unterhaltung, Musik und dem Genuss von allerlei alkoholischen Getränken. Es ist also ein Ausdruck der eigenen Identität der Südstaatenbewohner in den USA.

Um auch bei uns in Deutschland ein zünftiges BBQ feiern zu können, benötigt es den bereits angesprochenen, speziellen Grill. Er wird als Smoker oder Barbecue Smoker bezeichnet. Dabei handelt es sich um einen verschließbaren Grill mit einer separaten Kammer für das Brennmaterial. In der Regel wird Holzkohle zum Feuern verwendet. Diese wird also in der separaten Brennkammer entzündet, anschließend wird der heiße Rauch durch ein ausgeklügeltes Belüftungssystem in die eigentliche Garkammer geleitet, wo sich das Grillgut befindet. Dieses gart also nicht – wie beim normalen Grillen – bei etwa 200 bis 300 Grad über dem offenen Feuer bzw. der glühenden Holzkohle, sondern bei einer deutlich geringeren Temperatur im heißen Rauch. Dadurch entwickelt das Grillgut einen besonderen Geschmack und wird durch das langsame Garen wesentlich zarter. Einziger Nachteil hier besteht darin, dass die Zubereitung im Smoker entsprechend länger dauert.

Testberichte und tolle Rezepte

Auf unserer Seite finden Sie ausführliche Testberichte und Beschreibungen verschiedener Grillgeräte, natürlich auch speziell für das Barbecue. Falls wir nun Ihr Interesse an dieser urigen Methode des Grillens geweckt haben, können Sie hier den dazu passenden Grill direkt zum besten Preis erwerben. Probieren Sie es doch einfach aus – wer einmal ein zünftiges Barbecue genossen hat, wird dies in Zukunft immer wieder haben wollen!

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