Kontaktgrill Test

Kontaktgrill Ratgeber 2019 – Tischgrill vom Feinsten

Kontaktgrill Ratgeber

Beim Thema Kontaktgrill scheiden sich die Geister. Grillen ist nur etwas für Männer. Beim Grillen geht es um viel fettiges Fleisch, alles andere ist Nebensache. Grillen braucht viel Zeit und Vorbereitung. Kennen Sie vielleicht auch diese Aussagen oder finden sich vielleicht sogar darin wieder? Auch wenn das Grillen in Deutschland inzwischen zu einer Art Volkssport geworden ist, haften immer noch diverse Vorurteile daran. Und tatsächlich: Schaut man sich einmal im Detail an, wie früher üblicherweise gegrillt wurde, so spricht dies nicht unbedingt dafür, eine überaus gesunden Mahlzeit zuzubereiten.

Doch die Zeiten ändern sich: Heute ist es für jeden möglich, fast ohne Fett und gleichzeitig ohne Geschmacksverlust zu grillen, also das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang lautet: Kontaktgrill!

Was ist ein Kontaktgrill?

Der typische, altbekannte Grill besteht aus einer Feuerschale, die meist mit Grillkohle oder Briketts beheizt wird, und einem darauf befindlichen Grillrost, auf dem dann die Speisen zubereitet werden. Der Nachteil dabei: Das Grillgut kann immer nur von einer Seite gegart werden. Das kostet Zeit und Energie. Durch die lange Grilldauer muss das Fleisch außerdem relativ fetthaltig sein, damit es im fertigen Zustand eine angenehme Konsistenz behält und nicht zu trocken und hart wird.

ergebnis unseres kontaktgrill ratgeberDer Kontaktgrill dagegen besteht aus zwei sich gegenüberliegenden Grillflächen, zwischen denen das Grillgut quasi „eingeklemmt“ wird. Dieses Prinzip ist zum Beispiel von Waffeleisen bekannt. In der Regel wird der Kontaktgrill elektrisch beheizt. Unter den Kontaktplatten befinden sich also Heizspiralen, ähnlich wie bei einem Elektroherd oder dem besagten Waffeleisen. Viele Kontaktgrills sind flexibel nutzbar, der Abstand zwischen den Kontaktplatten kann auf verschiedene Maße eingestellt werden. So können Sie sowohl Fleischscheiben (etwa Minutensteaks) als auch dickere Fleischstücke, Bratwürste etc. gleichermaßen gut zubereitet werden.

Die Handhabung des Kontaktgrills ist denkbar einfach: Das Gerät an den Strom anschließen, auf die gewünschte Temperatur vorheizen lassen (diese ist bei fast allen Kontaktgrills mit einem Regler einstellbar), den Grill öffnen und das Grillgut einlegen, schließen – fertig! Jetzt müssen Sie nur noch warten, bis das Grillfleisch die passende Kerntemperatur hat. Dies können Sie beispielsweise ganz einfach mit einem Grillthermometer überprüfen. Im Kontaktgrill Ratgeber zeigt sich, dass auf diesem Gerät auch schwierige Fleischstücke sehr einfach zuzubereiten sind.

Die wichtigsten Vorteile des Kontaktgrills im Jahr 2019

Anhand des bereits Gesagten können Sie sicherlich schon einige Vorteile eines Kontaktgrills herauslesen. Wir haben die wichtigsten Vorteile des Kontaktgrills noch einmal übersichtlich zusammengefasst:

  • Schnelleres Garen durch beidseitiges Grillen
  • Der Kontaktgrill benötigt nur wenig Zeit zum Vorheizen
  • Weniger Stromverbrauch als herkömmliche Elektrogrills
  • Grillen völlig ohne Fettzusatz möglich
  • Dünne und dicke, magere und fettreiche Fleischstücke werden gleich gut gegart
  • Kompaktes und tragbares Gerät
  • Überall einsetzbar, wo ein Stromanschluss vorhanden ist
  • Im offenen Zustand auch als herkömmlicher Tischgrill verwendbar

Worauf Sie beim Kauf eines Kontaktgrills achten sollten

Falls Sie nun neugierig geworden sind und sich für den Kauf eines Kontaktgrills interessieren, sollten Sie auf einige Details achten. Unabhängige Kontaktgrill Ratgeber haben immer wieder gezeigt, dass es bei den verschiedenen Modellen auf dem Markt teils erhebliche Unterschiede in Leistung, Qualität und Handhabung gibt. Doch wie wird ein Kontaktgrill überhaupt getestet?

Die Leistung
Zunächst einmal richtet sich das Augenmerk im Kontaktgrill Ratgeber auf die Leistungsangabe. Ein guter Kontaktgrill sollte mindestens 1.500 W, besser 2.000 W Leistung aufweisen. Nur dadurch wird gewährleistet, dass das Gerät schnell aufheizt und sowohl Kurzgebratenes als auch länger garende Fleischstücke gleichermaßen perfekt zubereitet werden können.

Die verwendeten Materialien
Um ein gutes Grillergebnis zu erzielen, sollte der Kontaktgrill mit antihaftbeschichteten Grillplatten versehen sein. Im Kontaktgrill Test zeigte sich außerdem, dass die Qualität und Langlebigkeit des Gerätes mit der Güte der Antihaftbeschichtung steht und fällt. Darauf sollte also ein besonderes Augenmerk gerichtet werden.

Die Variabilität
Gute Kontaktgrills erwiesen sich im Test als wahre Alleskönner. Dank verstellbarer oberer Grillfläche und stufenlos regelbarem Thermostat konnten sämtliche Speisen gleichermaßen perfekt gegrillt werden – egal ob Bratwurst oder Filetsteak! Sind die Grillplatten dann auch noch um 180 Grad aufklappbar, kann der Kontaktgrill auch als herkömmlicher Tischgrill verwendet werden.

Reinigung und Aufbewahrung

Clevere Detaillösungen machen es einfach, den Kontaktgrill zu reinigen und aufzubewahren. Im Kontaktgrill Test zeigte sich beispielsweise, dass ein separater Ölauslauf sowie sorgfältig konstruierte Fettauffangschalen dafür sorgen, dass der Reinigungsaufwand so gering wie möglich ausfällt.

Fazit: Der Kontaktgrill ist die schnelle und einfache Art zu grillen!
Sie möchten nicht jedes Mal umständlich den Holzkohlegrill anheizen oder einen großen Gasgrill anwerfen, wenn Sie auf die Schnelle etwas grillen wollen? Sie legen Wert darauf, so gesund wie möglich zu grillen? Dann ist der Kontaktgrill eine sehr gute Alternative für Sie!

Durch den beidseitigen Kontakt mit den Grillflächen wird das Grillgut viel schneller gar als bei einem herkömmlichen Grill. Somit können Sie auch besonders mageres Fleisch wie etwa Filet oder Lende grillen, ohne hinterher eine „Schuhsohle“ auf den Teller zu haben.

Die kurze Aufheizzeit und die kompakten Maße prädestinieren der Kontaktgrill darüber hinaus sehr gut für den kleinen Balkon oder zum Mitnehmen für einen spontanen Grillabend bei Freunden. Schauen Sie sich die einschlägigen Kontaktgrill Tests an, um das für Ihre Bedürfnisse am besten passende und dabei preiswerteste Gerät zu finden. Sie werden Ihren Kontaktgrill in Zukunft ganz sicher nicht mehr missen wollen!

Der Renner unter den Kontaktgrills

Natürlich ist der Optigrill – die Kontaktgrillversion von Tefal einer der besten Grills in diesem Bereich. Jedoch spielt er preislich in einer ganz anderen Liga. Der Tefal Kontaktgrill (Optigrill) kostet ca 130 Euro. Dafür muss man einfach nur einstellen, wie das Grillgut sein soll. Den Rest erledigt die integrierte Technik. Will man sein Steak in der Garstufe Medium, dann bekommt man es auch in der Garstufe Medium. Das Gerät schaltet ab, sobald es nach den eingegebenen Daten der Meinung ist, das Steak sei optimal. Tests belegen, daß dem so ist!

Und das sagt der Hersteller:

  • Automatische Anpassung der Grilltemperatur und Grillzyklen je nach Dicke und Art des Grillguts
  • Lichtindikator zeigt Garzustand des Grillguts an: Blutig, medium oder durchgebraten
  • Sechs voreingestellte Grillprogramme: Burger, Geflügel, Sandwiches, Würstchen, Steaks und Fisch
  • Zwei Zusatzprogramme: Auftau-Funktion sowie ein manuelles Programm
  • Ca. 600 cm² antihaftbeschichtete Grillfläche; Leistung: 2.000 Watt
  • Lieferumfang: Tefal GC702D Optigrill schwarz/silber, Bedienungsanleitung, hochwertiges Rezeptbuch und Quick-Start-Guide

Welcher Kontaktgrill wurde im Ratgeber getestet?

Wir hatten für den Test eines Kontaktgrills ein gängiges Modell aus dem Fachhandel. Uns ging es darum festzustellen, welches die Vorteile eines Kontaktgrills gegenüber eines Elektrogrills sind.

Der Kandidat für den Ratgeber
Unser Produkt im Kontaktgrill Test war der H. Koenig GR20, ein Edelstahl Grill zum AufklappenEinen Kontaktgrill im Test
Die technischen Daten dieses Gerätes sind folgende:

  • Kontaktgrill mit 2000W Leistung
  • Antihaft-Beschichtung
  • Um 180° aufklappbar: 2 separate ebene Grillflächen
  • Obere Grillfläche beweglich: passt sich der Form und Höhe der Speisen an
  • Stufenlos regelbares Thermostat
  • Ölauslauf und 2 Fettauffangbehälter
  • Deutschsprachige Bedienungsanleitung (weitere Sprachen: Englisch, Französisch, Niederländisch, Spanisch, Italienisch)

Bei den meisten Kontaktgrillmodellen sind die Grillplatten einzeln abnehmbar und auch geeignet für die Spülmaschine. Nach unserem Kontaktgrill Test empfehlen wir, bei der Verwendung eines Kontaktgrills immer etwas Küchenrolle unter den Grill zu legen. Da erspart hinterher viel Reinigungsarbeit, denn bei manchem Grillgut kommt etwas fett heraus, das über eine Seitenrille dann abläuft. Da es jedoch nicht bei jedem Kontaktgrill eine Auffangsschale gibt, läuft es irgendwann am Grill herunter und auf den Tisch oder die Arbeitsfläche. Bei dem oben getetesten Model ist das nicht notwendig, da dieser Kontaktgrill über einen Ölablauf als auch zwei Auffangsbehälter verfügt.

Vorteil und Nachteile eines Kontaktgrills aus unserem Test

Noch ein Vorteil eines Doppelplattengrills ist die Verwendung auf dem Balkon oder der Terasse. Durch die geringe Größe ist die Verwendung auch bei geringen Platzverhältnissen problemlos möglich. Da dieser Elektrogrill keine Rauchentwicklung wie ein Holzkohlegrill hat, wird auch die Hausordnung in Mehrfamilienhäusern nichts dagegen einzuwenden haben. Keine Probleme mit Rauchgeschmack gibt es am Grillgut, aber das hat man ja bei anderen Arten von Elektrogrills auch nicht.

Zusammenfassung von unserem Ratgeber

Nachteil: Unser Kontaktgrill Ratgeber zeigt, daß je nach Modell ein Kontaktgrill aufgrund der geringen Grillfläche nicht unbedingt für Grillfeste geeignet ist. Um mehr als 4 Personen mit Grillgut zu versorgen ist diese Fläche nicht unbedingt ausreichend. Für eine Grillparty sollte man dann doch eher auf einen oder mehrere herkömmliche Elektrogrills zurückgreifen.

Vorteil: Durch das stufenlose Thermostat ist es möglich, die gewünschte Temperatur sehr genau einzustellen. Je nachdem was zubereitet wird, kann das schon sehr wichtig sein. Schön fanden wir auch, daß eine deutsche Bedienungsanleitung dabei ist. Für viele Geräte ist das heute schon nicht mehr selbstverständlich.

Fazit: Grillt man für wenige Personen oder geht es um einen gemütlichen Grillabend zu zweit, ist so ein Tischgrill mit Kontaktplatten eine echte Alternative zu herkömmlichen Grills. Durch die stufenlose Regelung spielt auch der Zeitfaktor keine Rolle, da das Grillgut problemlos warmgehalten werden kann. Je nach Preis wird auch die Ausstattung besser. Jedoch ist schon ein Gerät zum Preis von 50 Euro absolut zu empfehlen.

Vielen Dank für das Lesen unseres Kontaktgrill Ratgebers. Und hier noch ein paar Empfehlungen:

grillen auf dem balkon

Grillen auf dem Balkon

Endlich ist der Frühling bzw. Sommer da, und fast jedem steht der Sinn nach Grillen und einer schönen Zeit im Freien. Besitzer von Eigentumswohnungen bzw. Mieter in Mehrfamilienhaus-Wohnungen stehen hierbei jedoch oft vor dem Problem, außer dem eigenen Balkon keinen Platz zum Grillen zur Verfügung zu haben.

Nun gut, dann wird eben auf dem Balkon gegrillt!

Doch Vorsicht: Haben Sie zuvor geklärt, ob dies überhaupt erlaubt ist? Das sollten Sie unbedingt tun, denn wir befinden uns hier  auf einem rechtlich schwierigen Gebiet, in dem Missverständnisse und Streitigkeiten nicht selten vor Gericht enden. Und es gibt durchaus Mieter, die bereits ihre Wohnung aufgrund unberechtigten Grillens auf dem Balkon verloren haben. Was sollten Sie also beim Thema „Grillen auf dem Balkon“ beachten? Welche Grillmodelle sind hierfür geeignet, und wie gestaltet sich die rechtliche Lage? Im folgenden Ratgeber haben wir uns diesen Fragen angenommen und geben praxisnahe Tipps, damit auch Sie in Zukunft beruhigt auf Ihrem Balkon grillen können.

Sicherheitsmaßnahmen beim Grillen auf dem Balkon

Egal ob Sie mit einem Elektro-(Tischgrill) oder einem Gasgrill auf Ihrem Balkon grillen – einige generelle Sicherheitsmaßnahmen sollten unbedingt beachtet werden, damit das Ganze ein Vergnügen bleibt und nicht in einer Katastrophe endet. Hier unsere Tipps dazu:

Brennbare Gegenstände entfernen
Selbstverständlich sollte sein, dass sich in der Nähe des Grills keine brennbaren Gegenstände befinden. Dies gilt beispielsweise für Auflagen von Liegestühlen, Tischdecken, aber auch für Wandverkleidungen aus Holz, Holztische und Stühle, Sonnenschirme etc. Entfernen Sie all diese Gegenstände, bevor Sie den Grill in Gang setzen.

Geräte fachgerecht bedienen
Auch einfachste Tischgrills müssen fachgerecht bedient werden, damit sie keine Gefahr für Sie und die Allgemeinheit darstellen. So ist es beispielsweise bei vielen Modellen notwendig, das Unterteil mit Wasser zu befüllen, bevor der Grill in Betrieb genommen wird. Studieren Sie die Bedienungsanleitung genau und führen Sie alle Schritte aus, die dort bezüglich des Geräteaufbaus und der Sicherheit dargestellt sind.

Den Grill immer beaufsichtigen
Ebenso selbstverständlich sollte sein, dass ein Grill auf der Terrasse bzw. dem Balkon nie unbeaufsichtigt in Betrieb sein sollte. Selbst wenn sich gerade kein Grillgut darauf befindet, dieser aber noch in Betrieb oder zumindest heiß ist, sollte immer eine Person in der Nähe sein, die das Gerät beaufsichtigt.

Kein Grillgut mit hoher Rauchentwicklung verwenden
Eine gern genutzte Methode ist, das Grillgut beispielsweise mit Bier oder anderen Flüssigkeiten zu bespritzen, da es so vermeintlich besser schmeckt. Einerseits ist dies Unfug, andererseits verursachen solche Methoden eine extrem starke Rauchentwicklung, die Ihre Nachbarn ganz sicher stören dürfte. Verzichten Sie daher darauf und verwenden Sie am besten einen Grill mit Deckel, mit dem sich die Rauchentwicklung auf ein Minimum reduzieren lässt.

Rechtliches über das Grillen auf dem Balkon

Darf ich überhaupt auf dem Balkon grillen? Diese Frage beschäftigt Mieter und Wohnungsbesitzer immer wieder – und, soviel vorweg, sie kann nicht eindeutig beantwortet werden.
Es handelt sich hierbei um eine rechtliche Grauzone, in der durch verschiedene Gerichtsurteile Unsicherheiten hervorgerufen werden, und die – je nach Mietvertrag und Gericht – ganz unterschiedlich gestaltet sein kann. Schauen wir uns das Ganze einmal etwas näher an.

Ginge es ausschließlich nach dem Amtsgericht Hamburg, so wäre das Grillen auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses generell unzulässig. Dies bestätigte das Gericht im Urteil mit der Nr. 40 C 229/72.

Folgende Gerichte halten dagegen:
„Das Grillen ist in der Zeit von April bis September ein Mal im Monat auf dem Balkon zulässig, wenn die benachbarten Mitmieter 48 Stunden vorher darüber informiert werden.“
(AG Bonn, 6 C 545/96)
„Grillen auf dem Balkon ist von den Nachbarn bis zu fünfmal im Jahr hinzunehmen.“
(BayObLG, 2 Z BR 6/99)

Totale Verwirrung also. Im Zweifelsfall muss die Rechtmäßigkeit des Grillens auf einem Balkon individuell gerichtlich festgestellt werden, denn es gibt diesbezüglich keine einheitliche Rechtsprechung. Für Mieter empfiehlt es sich, bevor sie auf ihrem Balkon grillen, zunächst einen Blick in ihren Mietvertrag zu werfen. In vielen Mietverträgen wird festgehalten, ob auf dem Balkon der Mietwohnung generell gegrillt werden darf oder eben nicht. Übrigens finden sich solche Klauseln auch in den Hausordnungen von Mehrfamilienhäusern, bei denen es sich um Eigentumswohnungen handelt. Demnach sollten auch Besitzer einer Eigentumswohnung zunächst ausgiebig die Hausordnung studieren.balkon grill

Klauseln im Mietvertrag

Sagen der Mietvertrag bzw. die Hausordnung ganz klar aus, dass das Grillen auf dem Balkon verboten ist, so muss der Vermieter bzw. Wohnungseigentümer wohl oder übel auf diesen Spaß verzichten. In diesem Fall bietet es sich an, auf den Garten oder den Hof vor dem Haus auszuweichen. Doch auch hier ist zunächst zu eruieren, ob entsprechende Klauseln im Mietvertrag bzw. der Hausordnung vorhanden sind, die das Grillen an diesen Stellen ebenfalls untersagen.

In einigen Mietverträgen dagegen findet sich überhaupt keine Klausel zum Thema Grillen, oder das Grillen auf den Balkonen wird ausdrücklich erlaubt. In diesem Fall kann sich der Wohnungseigentümer bzw. Mieter freuen, denn das Recht ist auf seiner Seite. Trotzdem gebietet es der Anstand, Rücksicht auf die Nachbarn zu nehmen. Am besten ist, den Nachbarn einige Tage vor dem anvisierten Grillfest Bescheid zu geben und sie um ihr Einverständnis zu bitten.

Generell gilt: Wenn im Mietvertrag oder der Hausordnung nichts Konkretes festgelegt ist, so ist der Griller auf das Wohlwollen seiner Nachbarn angewiesen. Zudem muss sich das Ganze in einem vertretbaren Rahmen halten. Dieser Rahmen ist eindeutig überschritten, wenn in der warmen Jahreszeit täglich gegrillt wird, verbunden mit entsprechender Rauchentwicklung und vielleicht sogar lauter Musik bzw. ebensolchem Gegröle. Dann muss man sich nicht wundern, wenn sich die Nachbarn beschweren und das Ganze im schlimmsten Fall sogar vor Gericht geht.

Beherzigen Sie beim Grillen auf einem Balkon also die Regel: Verhalten Sie sich so, wie Sie es sich auch von Ihren Nachbarn Ihnen gegenüber wünschen würden. Wer Rücksicht nimmt und das Ganze nicht übertreibt, dem dürfte ein sommerliches Grillvergnügen ohne große Probleme beschieden sein.

Geeignete Grillgeräte

Nicht jedes Gerät ist für das Grillen auf Balkonen geeignet. Wir stellen Ihnen nachfolgend die am besten geeigneten Grillformen vor.

Elektrogrill

Nicht jeder Griller ist gleichzeitig ein Freund von Kohle und Feuer. Für einige ist das Grillen mit Holzkohle und Briketts einfach zu gefährlich – insbesondere für Menschen, die auf ihrem Balkon grillen wollen. Manche stören sich auch an dem Qualm. Andere schwören auf den Geschmack, wenn das Fleisch vom Elektrogrill kommt. Vielleicht ist sogar die Reinigung ein Punkt, der manche zweifeln lässt, ob man unbedingt einen Kohlegrill benötigt. Und ohnehin, mit dem Elektrogrill geht die Essenszubereitung viel schneller.

Stecker rein und los!
Den Elektrogrill gibt es in vielen Ausführungen und unterschiedlichen Preisklassen. Dabei ist das Prinzip immer das selbe. Ein Heizstab wird durch Strom erhitzt und sorgt somit für eine gleichbleibende Temperatur. Das Grillgut wird dann, wie vom Herd bekannt gleichmäßig erhitzt. Die Gefahr, dass Asche von der Glut auf das Fleisch gelangt, besteht hier nicht. Es gibt also kein offenes Feuer bei einem Elektrogrill, was das Gerät für das Grillen auf dem Balkon prädestiniert.

Während erste Elektrogrills noch etwas unförmig gestaltet waren und wie kleine Backöfen aussahen und damit neben Unter- auch Oberhitze erzeugten, haben sich in den letzten Jahren Elektrogrills immer stärker als Alternative zum klassischen Holzkohlegrill entwickelt. Dabei sehen sie wie kleine Holzkohlegrills aus, bei denen die Hitze nur noch von unten kommt. Das heruntertropfende Fett wird in einer Wanne gesammelt, die in der Regel mit Wasser gefüllt werden muss. Das Wasser soll einerseits als „Schutzschild“ die abstrahlende Hitze nach unter abhalten, andererseits die Rauchentwicklung minimieren, indem es heruntertropfendes Fett und Fleischsaft auffängt. Wer jedoch glaubt, dass Elektrogrills keine Rauchentwicklung erzeugen, der irrt. Denn auch hier können Dämpfe entstehen, wenn das Öl der Marinade auf den Heizstab tropft.

Obwohl der Elektrogrill im Vergleich zum Holzkohlegrill schneller seine optimale Grilltemperatur erreicht, dauert der reine Grillvorgang länger, weil ein Elektrogrill nicht die Temperaturen erreicht, wie beim Grillen über Feuer. Wer jedoch nur für zwei Personen grillt, dürfte mit dem Beginn des Grillvorgangs (Grillanzünder entzünden bzw. Stecker in die Steckdose stecken) bis zum fertigen Fleisch doch etwas schneller sein.
Über den Geschmack lässt sich allerdings streiten. Viele Grillfans schwören auf den typischen Holzkohlegeschmack, der beim Grillen mit dem Elektrogrill verloren geht. Andere empfinden den Geschmack des Grillguts auf dem Elektrogrill intensiver und natürlicher. Hier muss jeder selbst seinen Favoriten finden.

Ein Elektrogrill ist auf jeden Fall eine gute Alternative zum Holzkohlegrill, wenn es um das Grillen auf dem Balkon geht. Die Rauchentwicklung ist hier deutlich geringer und die Belästigung der Nachbarn wird somit deutlich minimiert. Und wenn es überraschend anfängt zu regnen, kann man den Elektrogrill schnell nach drinnen tragen und dort das Grillvergnügen weiterführen.

Gasgrill

In manchen Mietverträgen ist eine Klausel verankert, die das Grillen mit Holzkohle auf Balkonen verbietet. In diesem Fall kann der Mieter dem Verbot ausweichen, indem er nicht mit Holzkohle, sondern mit Gas grillt. Doch auch hierbei handelt es sich um eine rechtliche Grauzone, die nicht einheitlich in der Gesetzgebung bzw. der Rechtsprechung definiert ist.

Was sollte man also beim Gasgrillen auf einer Terrasse bzw. einem Balkon in einem Mehrfamilienhaus beachten? Selbstverständlich sind die üblichen Sicherheitsregeln beim Gasgrill unbedingt einzuhalten. Dies gilt ganz besonders, wenn Menschen direkt nebenan bzw. oberhalb und unterhalb des Balkons leben und durch den Gasgrill gefährdet werden könnten. Es sind also ausschließlich zugelassene Gasgrills und entsprechende Gasflaschen zu benutzen. Der Grill muss nach den bekannten Regeln montiert und betrieben werden, die Gasverbindung sollte vor jedem Grillen auf Dichtheit überprüft werden.

Zu beachten ist außerdem, dass Gasflaschen nicht über Stunden oder gar Tage in direkter Sonne stehen sollten. Verstaunen Sie diese in einem Unterschrank oder decken sie zumindest mit einer hitzereflektierenden Haube ab. Achtung: Gasflaschen dürfen nie unterirdisch gelagert werden, also beispielsweise in Kellern, tiefliegenden Garagen etc. Der Grund hierfür ist, dass sich austretendes Gas immer an der tiefsten Stelle sammelt und dort für längere Zeit verbleiben kann. Ein Funke reicht dann bereits aus, um eine Katastrophe auszulösen. Wird die Gasflasche also nicht direkt auf dem Balkon aufbewahrt, so sollte sie in einem Gartenhaus, unter einem Carport oder einem ähnlichen trockenen und schattigen Platz gelagert werden.

Auch der Gasgrill arbeitet mit offenem Feuer, bietet allerdings den Vorteil, dass dieses mit dem entsprechenden Ventil problemlos reguliert werden kann. Nach dem Grillen sollte dieses Ventil sofort fest verschlossen werden. Auch die Gasflasche selbst sollten Sie unbedingt fest verschließen, dazu besitzt sie einen Drehregler an der Oberseite.

Gasgrills gibt es für die Terrasse in den verschiedensten Preisklassen und Größen. Teilweise besitzen die Geräte einen integrierten Smoker, mit denen das Fleisch nicht nur gegrillt, sondern langsam geräuchert werden kann. Bedenken Sie hierbei jedoch, dass das Smoken viel Rauch verursacht, der Ihre Nachbarn unter Umständen stören könnte. Im Zweifelsfall verzichten Sie auf eine solche Funktion und erwerben einen herkömmlichen Gasgrill. Hier ein Beispiel für einen Kompaktgasgrill von Landmann

Der Cobb-Grill

Er liegt voll im Trend und ist fast so etwas wie das „iPhone des Grillens“ – der sogenannte Cobb-Grill. Und da sich ein solches Gerät ideal für das Grillen auf (kleinen) Balkonen und Terrassen eignet, möchten wir es hier etwas näher vorstellen.
Beim Cobb-Grill handelt es sich um einen kleinen, portablen Grill, welcher die Vorzüge eines Kugelgrills mit denen eines Kaminzuggrills vereint. Das bedeutet konkret: Der Grill benötigt nur wenige Briketts oder eine geringe Menge spezieller Holzkohle und ist innerhalb von wenigen Minuten einsatzfertig. Dafür sorgt das spezielle Luftzirkulationssystem, mit dem die Kohlen bzw. Briketts besonders schnell zu Glühen gebracht werden.

Ein weiterer Vorteil des Cobb-Grills: Er besitzt ein besonders thermisch geschütztes und designtes Gehäuse, durch das er an der Unterseite nicht heiß wird. Er kann also trotz Betrieb mit Kohle bzw. Briketts problemlos auf einen Tisch gestellt und dort benutzt werden. Zudem eignet er sich aufgrund der guten Möglichkeiten zur Hitzeregulierung und der Funktion „Indirektes Grillen“ auch zum Garen und Backen. Ursprünglich wurde der Cobb-Grill in Südafrika entwickelt, inzwischen gibt es ihn aber auf der ganzen Welt zu kaufen – vom Erfinder selbst und von diversen Konkurrenten, die das Konzept adaptiert haben. Der Hersteller des Originals wirbt damit, dass der Cobb-Grill „der kleinste, schnellste und sicherste Holzkohlegrill der Welt“ sei.

Gibt es auch Nachteile?

Die einzigen Nachteile des Cobb-Grills bestehen darin, dass die Grillfläche aufgrund der kompakten Bauform recht klein ausfällt. Für 2-4 Personen reicht sie in der Regel aus, dann wird es allerdings knapp mit dem Platz. Außerdem ist der Cobb-Grill recht teuer, selbst das Einsteigermodell ist kaum unter 120.- Euro zu haben.

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Tischgrill mit Holzkohle – die rauchfrei Alternative

Die kleinen Tischgrills sind vor allem durch elektrische Modelle bekannt. Aber für unterwegs oder den Balkon eignen sich natürlich auch Modelle mit Holzkohle. Das ist auch eine Frage des Feelings. So richtig schmeckt es meist erst, wenn die Kohle glüht und darüber die Würste bruzzeln. So lieben es Männer.

Mittlerweile hat der Markt viele Grills im Angebot. Die einen sind rund, die anderen in Eimerform und die nächsten sind klappbar. Mit 30cm Durchmesser reicht es für ein paar Bratwürste und Steaks. Modelle mit Deckel eigenen sich am besten zu Transport und können sogar etwas Energie (Kohle) sparen. Eine Übersicht über die Varianten und Angebot gibt es hier: https://www.tischgrill-elektrogrill.de/

Einziges Problem ist oft die Rauchentwicklung, welche auf dem Balkon durchaus Probleme mit den Nachbarn bereiten kann. Da lohnt sich der Blick auf neue Modelle, die rauchfrei ihre Arbeit vollbringen. Trotz Holzkohle.

Rauchfreier Holzkohle Tischgrill

Den rauchfreien Tischgrill mit Holzkohle gibt es noch nicht von sehr vielen Anbietern, jedoch bietet er enorme Vorteile. Spitzenprodukte sind mit Durchmessern von rund 25 – 32 cm sehr gut auf jedem Esstisch unterzubringen, verfügen über ein Turboboostsystem mit erhöhter Leistung und arbeiten – das ist enorm wichtig – rauchfrei. Damit kann der Tischgrill mit Holzkohle auch im geschlossenen Raum eingesetzt werden, auch wenn diese Anwendung wohl eher selten bleibt.

Ideal sind diese Modelle für den Balkon. Keine Geruchs- und Rauchbelästigung mehr. Die Nachbarn und die eigenen Klamotten werden es dankbar annehmen.

Tischgrill mit Holzkohle: schnelles Grillen

Nach nur vier bis fünf Minuten Vorglühzeit ist ein Tischgrill mit Holzkohle betriebsbereit. Die Hersteller (z.B. LotusGrill) empfehlen die Aufstellung auf dem Balkon, der Terrasse, im Boot oder auf einem Campingplatz, eine Empfehlung für geschlossene Räume dürfte aus Sicherheits- und Haftungsgründen nicht gegeben werden. Grillfans probieren ihren Tischgrill mit Holzkohle zunächst im Freien aus.rauchfrei

Konstruktionsbedingt tropft jedenfalls kein Fett auf die glühende Holzkohle, dadurch entsteht kaum oder gar kein Rauch, zudem auch keine PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), keine Nitrosamine, Acrylamide oder Benzpyren. Ein sehr wichtiges Sicherheitsmerkmal beim Tischgrill mit Holzkohle ist die doppelschalige Konstruktion, die ein Aufheizen der Außenschale wirkungsvoll verhindert.

Die Funktionsweise eines solchen Grills kann beim Vorreiter nachgelesen werden. Siehe: https://www.lotus-tischgrill.de/Funtionsprinzip-LotusGrill:_:13.html

Ein Ablöschen mit dem Bier fällt bei diesen Modellen aber wohl eher aus. Kompromisse muss man eingehen. Auch beim Preis. Dieser ist mit meist über 100 bis 150 Euro kein Grillschnäppchen.

Aufbau und Reinigung des Tischgrills mit Holzkohle

Wenn ein Tischgrill mit Holzkohle wirklich hochwertig und komfortabel gestaltet wurde, lässt er sich sehr einfach aufbauen und wieder auseinandernehmen. Den Grillrost samt Innenschale können die Besitzer in ihrer Spülmaschine reinigen.

Die Grills sind rund oder rechteckig, in runder Bauweise meist mit konischem Zulauf zu den Standfüßen, sie wiegen wenig (meist rund vier bis sechs Kilogramm) und bieten mit der vorhandenen Grillrostfläche so viel Platz, dass eine mittlere Familie bis etwa fünf Personen ihr Grillgut gleichzeitig gar bekommt.

Zum Tischgrill mit Holzkohle gehört meist ein batteriebetriebener Lüfter, weil auf dem kleinen Raum ansonsten zu wenig Zug entstünde. Hochwertige Grills dieser Sorte ermöglichen mit einem per LED-Lampen beleuchteten Schalter die stufenlose Regelung der Zuluft. Der Kohlebehälter ist geschlossen und wird von den Herstellern innen mittig positioniert, was nochmals die Sicherheit und den Komfort erhöht. Je nach Kohlesorte brennt der Grill um etwa 40 bis 90 Minuten.