selbstgemachter burger teil 2

So gelingt der perfekte Burger auf dem Grill! (Teil 2)

Fortsetzung – der perfekte Burger

Im ersten Teil (siehe Der perfekte Burger (Teil 1)) unserer Serie über den perfekten Burger von Grill haben wir erfahren, worauf bei der Auswahl des Burgerbrötchens (Bun) zu achten ist. Grundsätzlich ist es kein Verbrechen, auf gekaufte Buns zu setzen, da die Zubereitung frischer Brötchen zu Hause recht aufwendig ist. Es sollten eben nur hochwerte Hamburgerbrötchen sein.

Beim Patty – also der Fleischauflage für den Burger – sieht das etwas anders aus. Zwar gibt es auch diese im Handel in vielen verschiedenen Ausführungen fertig zu kaufen, allerdings ergeben sich zu einem selbstgemachten Patty sehr große Qualitätsunterschiede. Genau hier wollen wir im zweiten Teil unserer Serie ansetzen.

Burgerpatties selbst machen

Die im Handel erhältlichen Burgerpatties sind in der Regel aus nicht besonders hochwertigem Fleisch hergestellt. Hinzu kommt, dass sie vor der Zubereitung gefroren und wieder aufgetaut werden, was dem Fleisch wieder etwas von seiner Qualität nimmt. Daher empfiehlt es sich, die Patties für Ihre Burger selbst zu machen. Das ist gar nicht so schwer, wie wir gleich sehen werden.

Das wichtigste Kriterium: die Fleischqualität

Mit der Qualität des Fleisches steht und fällt die Qualität des ganzen Burgers. Für selbstgemachte Patties ist es daher am besten, frisches Hackfleisch beim Metzger Ihres Vertrauens zu erwerben. Verwenden Sie unbedingt nur reines Rinderhackfleisch mit einem Fettanteil von mindestens 20, besser 30 %. Das Fett sorgt dafür, dass das Burgerpatty saftig wird und richtig schön fleischig schmeckt. Die ideale Fleischqualität ergibt sich, wenn der Metzger das Hackfleisch frisch durch den Wolf dreht.

Pro Burgerpatty sollten Sie ein Gewicht von mindestens 150 g wählen, damit der fertige Burger auch eine ordentliche Portion Fleisch enthält. Wichtig: Zum Würzen des Fleisches verwenden Sie ausschließlich Salz und Pfeffer, andere Gewürze haben in Hamburgerpatties schlichtweg nichts zu suchen. Idealerweise setzen Sie auf hochwertigen, frisch gemahlenen Pfeffer und ebenso hochwertiges Meersalz oder auch Steinsalz.

Nachdem Sie das Hackfleisch nach Belieben gewürzt und mit den Gewürzen vermischt haben, folgt das Formen der Patties. Dies können Sie entweder von Hand erledigen, oder Sie nehmen eine sogenannte Burgerpresse dafür. Wenn Sie die Patties von Hand formen, sollten Sie das Hackfleisch zunächst zu einer Kugel formen und es dann mit der Hand oder mit einem ebenen Gegenstand flach drücken. Die Burgerpresse übernimmt diese Aufgabe von selbst, hierbei müssen Sie das Hackfleisch einfach nur in den unteren Teil einfüllen und dann den Deckel darauf drücken – es entsteht automatisch ein perfekt geformtes Patty.

Das Burgerpatty perfekt grillen

Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, können wir daran gehen, das Burgerpatty zu grillen. Am besten verwenden Sie hierzu einen Grill mit zwei Hitzezonen. Verteilen Sie also die Grillkohle bzw. Briketts so, dass eine Zone mit direkter Hitze und eine mit indirekter Hitze entsteht. Nun grillen Sie die Patties zunächst unter großer Hitze auf beiden Seiten etwa eine Minute an und legen sie dann in die Zone mit indirekter Hitze.

Je nach Dicke des Fleisches benötigt es dann noch etwa 2-3 Minuten pro Seite, bis das Patty durchgegart ist. Wenn Sie pro Seite eine Minute weniger veranschlagen, erhalten Sie in der Mitte noch einen rosafarbenen Kern, wie es viele Rindfleischkenner mögen. Tipp: Lassen Sie die Patties nach dem Grillen noch etwa 2-3 Minuten liegen, damit sich das Fett und der Fleischsaft optimal verteilen können.

Mit dieser Anleitung sollte Ihnen das perfekte Burgerpatty gelingen – herzhaft, saftig und perfekt auf den Rest des Burgers abgestimmt.

Tipps zu den weiteren Zutaten für Ihren perfekten Burger

Mit den Patties und den Hamburgerbrötchen, also den Buns, haben wir die beiden wichtigsten Komponenten für einen guten Burger abgehandelt. Wenn diese stimmen, kann nicht mehr viel schiefgehen. Der Rest sind mehr oder weniger Standardzutaten, die zudem jeder ganz nach persönlichem Geschmack zusammenstellen und auswählen kann. Hier einige Tipps dazu:

Ein absolutes Muss auf jedem guten Burger ist Salat. Sie können klassischen Kopf- oder Eisbergsalat verwenden, allerdings schmeckt dies immer etwas gewöhnlich. Daher unser Tipp: Verwenden Sie doch einmal Rucola, Radicchio oder einen anderen ausgefallenen Salat. Dieser gibt Ihren Burgern ein ganz neues Geschmackserlebnis und sorgt außerdem für eine ansprechende Optik.

Gurken und Zwiebeln gehören ebenfalls auf jeden guten Berger. Ob Sie rohe Zwiebeln oder gebratene bzw. geschmorte verwenden, bleibt ganz Ihrem Geschmack überlassen. Auch dazu ein Tipp: Bei rohen Zwiebeln lohnt es sich, diese vor der Verwendung mit etwas warmem Wasser zu übergießen und anschließend zu trocknen. So werden die scharfen ätherischen Öle teilweise herausgewaschen und die Zwiebeln schmecken milder und einfach „runder“. Bei gebratenen bzw. geschmorten Zwiebeln können Sie etwas Puderzucker während der Zubereitung hinzugeben, dadurch entsteht der Effekt der Karamellisierung, die den Zwiebeln einen besonders angenehmen Geschmack verleiht.zutaten-selber-waehlen-lassen

Weniger ist oft mehr!

Auch alle übrigen Zutaten können ganz nach dem eigenen Geschmack gewählt werden. Standard sind zum Beispiel Tomatenscheiben (verwenden Sie hierfür die großen und schmackhaften Fleischtomaten) sowie eventuell Bacon und natürlich Käse. Achten Sie bei Letzterem darauf, einen hochwertigen Käse zu verwenden, also nicht die berüchtigten Scheiben aus billigem Schmelzkäse, in denen viel Chemie verarbeitet ist. Wählen Sie stattdessen einen hochwertigen Cheddar oder einen gutem Gouda-Käse, diese verleihen Ihrem Burger noch einmal eine besondere Note.

Eine echte Wissenschaft für sich bei Hamburgern und Cheeseburgern sind die Saucen. Klassisch wird es, wenn Sie Senf, Ketchup und Mayonnaise verwenden. Wer es etwas exotischer mag, der kann zum Beispiel Salsasauce, Barbecuesauce, Cocktailsauce usw. verwenden. Auch selbstgemachte Soßen eignen sich für Burger sehr gut. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf, im Internet finden sich tausende verschiedener Saucenrezepte.

Fazit: Mit etwas Sorgfalt, der Auswahl hochwertiger Zutaten und dem Beachten einiger Tipps und Tricks gelingt Ihnen der perfekte Burger auf dem Grill. Probieren Sie es doch gleich einmal aus!
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So gelingt der perfekte Burger auf dem Grill! (Teil 1)

Grillen vor 20 Jahren

Schweinesteaks, Rindersteaks, vielleicht noch ein paar Hähnchenteile und die altbekannten Bratwürste – das sind die üblichen „Verdächtigen“, die bei uns zu Hause auf dem Grill landen. Schön und gut, und sicher macht Grillen mit den Steaks, Würstchen und Co. auch Spaß, doch manchmal muss es einfach etwas anderes und etwas ausgefallener sein.

Natürlich können wir wieder mit den bekannten Alternativen um die Ecke kommen – nämlich mit Fisch, Gemüse, Obst usw. Doch für viele muss es einfach Fleisch sein, anders wird eine zünftige Grillparty einfach nicht zum Vergnügen.

Unser Tipp: Warum grillen Sie nicht einfach mal saftige und deftige Hamburger oder Cheeseburger? Das geht auf dem Grill ganz einfach, und die Burger schmecken viel besser als aus der Pfanne bzw. dem Ofen. Worauf Sie beim Grillen von Burgern achten müssen, das erfahren Sie hier.

Warum Burger auf dem Grill machen?

Normalerweise wird das Brötchen eines Burgers nur kurz aufgewärmt, das Patty (also die Fleischauflage) in der Pfanne gebraten und alle anderen Zutaten kommen kalt auf den Burger. Allerdings wird diese Kombination mit der Zeit etwas langweilig.

Die Alternative heißt: Wir bereiten den Burger auf dem Gasrill zu. Hier wird er saftiger, erhält kräftige Raucharomen und Röststoffe und schmeckt dadurch einfach herzhafter. Mit etwas Vorbereitungsarbeit und den richtigen Zutaten ist das ganz einfach!

Die einzelnen Bestandteile des Burgers

Grundsätzlich setzt sich ein guter Burger (wir nehmen in diesem Fall den beliebten Cheeseburger als Referenz) aus den Komponenten Bun (Brötchen), Patty (Fleisch), Käse und den kalten Salat- bzw. Gemüsebestandteilen nach Wahl zusammen. Letztere können beispielsweise Kopfsalat, Gurke, Zwiebelringe und Tomaten sein. Hinzu kommen dann noch Ketchup, Mayo, Senf oder diverse Saucen – ganz nach den persönlichen Vorlieben.

Hier unsere besten Tipps zu den einzelnen Bestandteilen:

Das Burgerbrötchen (Bun)

Für uns, die wir den perfekten Burger zubereiten wollen, stellt sich zunächst die Frage, ob wir dazu ein gekauftes Hamburgerbrötchen verwenden wollen, oder ob wir dieses lieber selbst herstellen sollten. Grundsätzlich spricht nichts gegen gekaufte Brötchen, wenn eine hochwertige (und meist etwas teurere) Sorte gewählt wird.

Der Grund: Die Hamburgerbrötchen selbst zu machen, ist eine relativ zeitaufwändige Angelegenheit, außerdem gelingen sie nicht immer so, wie man es gerne hätte. Die im Handel befindlichen, qualitativ hochwertigen Buns haben dagegen bereits die passende Konsistenz und schmecken in Form des fertigen Burgers sehr gut, wenn man bei der Zubereitung einige Kniffe beachtet.

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Auf Qualität achten!

Sie sollten auf keinen Fall die billigsten Hamburgerbrötchen im Handel wählen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen sind diese für einen richtig guten Berger zu klein, meist fehlt darauf auch der Sesam. Auf der anderen Seite schmecken die besonders billigen Hamburgerbrötchen meist recht süßlich, was für viele Hamburgervarianten ungeeignet ist. Auch die Konsistenz überzeugt nicht immer, viele billige Buns sind einfach zu trocken und bröselig. Hochwertige Brötchen bekannter Marken (zum Beispiel von Golden Toast) dagegen sind sorgfältiger hergestellt, mit Sesam bestreut und weisen einen wesentlich größeren Durchmesser auf. Damit eignen sie sich auch für besonders reichhaltig belegte Burger.

Am wichtigsten ist es jedoch, bei der Zubereitung bzw. Vorbereitung des Burgerbrötchens einige Ratschläge zu befolgen. Hier unsere Tipps: Geben Sie das Burger Brötchen niemals zum Aufwärmen einfach in den Backofen. Egal, wie niedrig die Temperatur gewählt wird, das Brötchen wird hierbei immer trocken und hart.

Viel besser ist es, das Brötchen kurz vor der Zubereitung des Burgers aufzuschneiden und mit den Schnittflächen kurz auf den Grillrost zu legen. Legen Sie es jedoch nicht direkt über die Flamme, sondern in einen indirekten Bereich. Auch auf einer Grillplatte lassen sich die Brötchenhälften sehr schön anrösten. Extratipp: Wenn Sie die Schnittflächen vorher mit etwas Butter bestreichen, wird das Bun noch leckerer und knuspriger! Allerdings mag nicht jeder sein Burgerbrötchen knusprig und angeröstet. Daher gibt es Alternativen:

Sie stehen auf Burger wie im Fast-Food-Restaurant? Dann sollten Sie eine Mikrowelle verwenden. Hierbei werden die Schnittflächen nicht knusprig, dafür bekommt das ganze Brötchen eine weiche, aber nicht krümelige Konsistenz. Achten Sie jedoch darauf, das Brötchen nicht mehr als ein paar Sekunden (je nach Leistung der Mikrowelle ca. fünf bis zehn Sekunden) in der Mikrowelle zu erwärmen, andernfalls wird es auch dort trocken und hart.

Das perfekte Patty (Fleischauflage)

Kommen wir nun zu der mit Abstand wichtigsten Komponente jedes Burgers: der Frikadelle bzw. der Fleischauflage – in der Fachsprache auch Patty genannt. Zunächst einmal muss in diesem Zusammenhang mit einem Vorurteil aufgeräumt werden. Das Fleisch, welches als Scheibe auf den Burger kommt, hat mit einer herkömmlichen Frikadelle nur sehr wenig zu tun. Denn während die Frikadelle unter Zugabe von eingeweichten Brötchen, Zwiebeln, Eiern etc. zubereitet wird, besteht ein echtes Hamburgerpatty ausschließlich aus reinem Rinderhackfleisch, lediglich mit etwas Pfeffer und Salz gewürzt. Das Würzen kann dabei entweder vor dem Braten, während dem Braten oder auch danach erfolgen.das-perfekte-patty-fuer-den-burger

Pattys kaufen oder selbst machen?

Im Handel gibt es eine riesengroße Auswahl verschiedenster Hamburgerpatties zu kaufen, meist in Form von Tiefkühlware. Einige Lebensmitteldiscounter, zum Beispiel Aldi und Lidl, bieten inzwischen jedoch auch frische Hamburgerpatties im Kühlregal an. Nun stellt sich die Frage, ob man sich nicht die Arbeit des Selbstmachens ersparen sollte und einfach ein fertiges zum Grillen nimmt.

Unsere Meinung: Tun Sie das bloß nicht! Selbst die als hochwertig bezeichneten und zu entsprechenden Preisen im Handel erhältlichen Hamburgerpatties  können nie so gut sein wie ein perfekt zubereitetes Patty aus eigener Hand. Schließlich handelt es sich hierbei um Industrieware, der meist verschiedene Zusatzstoffe hinzugefügt sind.

Auch der Wasseranteil ist in industriell hergestellten Hamburgerpatties immer recht hoch, so dass diese beim Grillen einen Großteil ihres Gewichtes und damit auch ihrer Größe verlieren. Somit werden die gekauften Patties meist relativ trocken und weisen außerdem nicht die richtige Größe für einen richtig schönen Burger auf.

Sie möchten wissen, wie man die perfekten Hamburgerpatties selbst zubereitet und grillt, und welche Kniffe sonst noch notwendig sind, um einen perfekten Burger vom Grill zu erhalten. Im zweiten Teil dieses Artikels geht´s weiter … Link zu 2.Teil des perfekten Burgers vom Grill