Heute wurde der Fleischatlas 2013 vorgestellt. Der Fleischatlas stellt nicht nur den Fleischverzehr der deutschen in Zahlen dar, sondern zeigt auch die Nach- und Nebenwirkungen auf. Der deutsche Fleischverzehr in Zahlen stellt sich wie folgt dar:

 

In seinem Leben isst der Deutsche:

  • vier ganze Rinder
  • vier Schafe
  • zw├Âlf G├Ąnse
  • 37 Enten
  • 46 Schweine
  • 46 Puten und
  • 945 H├╝hner
Fleischkonsum

Fleischkonsum der Deutschen

Damit kommen wir im Schnitt auf 1097 Tiere, die wir im Laufe unseres Lebens verzehren. Anders gesagt: 85% der deutschen essen t├Ąglich/nahezu t├Ąglich Fleisch. Umgerechnet 60 kg pro Jahr und Kopf.

Der Fleischatlas solle aufkl├Ąren, informieren und die Verbraucher zum Nachdenken anregen, sagte Stiftungsvorstand Barbara Unm├╝├čig bei der Vorstellung des gemeinsamen Nachschlagewerks der Heinrich-B├Âll-Stiftung, des Bundes f├╝r Umwelt und Naturschutz (BUND) und der Monatszeitung „Le Monde diplomatique“ in Berlin.

Diese Fleischeslust hat aber auch Auswirkungen!

Europa ist nach China der zweitgr├Â├čte Importeur von Futtermitteln. Argentinien und Brasilien erweiterten in gro├čem Stil ihre Anbaufl├Ąchen f├╝r die Sojaproduktion. Allein f├╝r die deutsche Tierproduktion werden in Lateinamerika dem Nachschlagewerk zufolge auf etwa drei Millionen Hektar Soja angebaut. „Das deutsche Rind beginnt am Regenwald zu knabbern“, hei├čt es im Fleischatlas.

Kraftfutter wie Mais, Soja und Getreide ist deutlich energiereicher als Heu. Ohne Zugabe von Kraftfutter und Medikamenten nehmen die Tiere nicht so schnell zu und zum Beispiel die Eierleistung von H├╝hnern. Dadurch ist die industrielle Fleischproduktion mittlerweile nur noch damit profitable. Die Industrie ist sogar schon so weit, das es sogar Industriezuchtlinien gibt, die speziell f├╝r die Massenhaltung gez├╝chtet wurden. Oft kommt es auch zur sog. Qualzucht, dann kommen Knochen und Gelenke der Tiere nicht mit dem schnellen Wachstum und Gewichtaufbau mit. Das geht so weit, das H├╝hner vor lauter (gedopte) Brustmuskeln nicht mehr laufen k├Ânnen.

Der Fleischatlas zeigt aber auch, dass bis zu zwei Drittel der Masth├Ąhnchen in Massentierhaltungsanlagen gegen├╝ber bestimmten Antibiotika Resistenzen ausbilden, die auch f├╝r Menschen gef├Ąhrlich sein k├Ânnen. Im weltweiten Ranking liegt Deutschland mit gesch├Ątzt etwa 170 Milligramm eingesetzten Antibiotika pro Kilo erzeugtem Fleisch auf einem der vorderen Pl├Ątze. Europaweit sterben im Jahr rund 25.000 Menschen aufgrund von Antibiotika-Resistenzen. Den kompletten Fleischatlas gibt es hier┬ázum Download.

Denkt bei der Auswahl und dem Kauf von Fleisch an euch und die Tiere, kauft lieber hochwertiges Fleisch welches aus nachhaltiger Zucht kommt und vor allem lasst die Finger von allem was nach Industrie aussieht!

Quellen & weiterf├╝hrende Informationen:
http://www.tagesschau.de/inland/fleisch104.html
http://www.derwesten.de/wirtschaft/fleischatlas-klaert-ueber-folgen-der-massentierhaltung-auf-id7466623.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fleischatlas-report-zeigt-globalen-fleisch-konsum-a-876756.html
http://www.grill-news.de/infografik-lebensmittelindustrie/
http://www.grill-news.de/grill-fleisch-selbst-marinieren-grunde-und-rezepte/